Seefelds Gemeindebudget erreicht 12,8 Mio. Euro

Seefelds Bürgermeister Werner Frießer.

Die Gemeinde Seefeld muss sich keine Sorgen um Begriffe wie „Null-Defizit“ machen. Trotz des weggefallenen Körberlgeldes durch die Casino-Abgabe (sie machte früher rund zehn Prozent aus), sieht das Budget für 2014 einen Überschuss von 435.000 Euro vor, der als Rücklage gebucht werden wird. Zumindest, wenn nichts dazwischen kommt.

Eine erhebliche Reserve bieten ja immer noch die Bundesertragsanteile, deren Höhe für die Budgetierung vom Bund vorgegeben wird, und zwar sehr konservativ. Hier ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu erheblich höheren Zuschüssen gekommen, da das Steueraufkommen trotz Wirtschaftskrise stets zugenommen hat.

Auf das Budget hatten sich der Gemeindevorstand und Überprüfungsausschuss in nicht öffentlichen Sitzungen längst geeinigt. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung wurden daher nur mehr die variablen Posten durchgegangen – über unvermeidliche Positionen wie Löhne und Gehälter sowie die Beiträge zu den Krankenhäusern und sonstige, fixe Kosten gab es ohnehin nichts zu diskutieren.

Wie gut die Finanzlage der Gemeinde Seefeld ist, geht aus dem geplanten Abriss und gänzlichem Neubau des Kindergartens hervor: Die auf mehrere Jahre verteilten Kosten von insgesamt zwei Millionen Euro werden allesamt aus dem Ordentlichen Haushalt bestritten.

Geplant ist eine Generalsanierung des Seekirchls, die mit rund 180.000 Euro veranschlagt ist. Für 150.000 Euro werden die Gemeindestraßen in den Ortsteilen Kirchwald und Klosterwald saniert werden, danach ist Seefelds Straßennetz überall auf hohem Niveau.  Im Friedhof sollen für 20.000 Euro die restlichen Verbindungswege gepflastert werden. Die Erweiterung des Urnenfriedhofes wird erst 2015 in Angriff genommen.Für die WM-Bewerbung 2019 sind im Budget 60.000 Euro vorgesehen, den selben Betrag bringt der TVB auf. Ob das reicht, wird man sehen, Reserven sind offenbar genügend da.

Ganze 10 Minuten benötigte der Gemeinderat, um diese fast 13 Millionen einstimmig zu beschließen. Ach ja, es kommen noch 40 Cent hinzu. Diesen Überschuss hat eine Kassenrevision bei einer spontanen Überprüfung der Buchhaltungs- und Kassengebarung durch die BH vorgefunden. Dieser Überschuss wird selbstverständlich auf ein Gemeindekonto einbezahlt.