Alle Grenzübergänge geschlossen

Auch der Umfahrungstunnel in Scharnitz musste gesperrt werden (Foto: Rangger).

Schneehöhen von 130 bis 150 Zentimeter in Seefeld und 230 cm am Seefelder Joch. Im Bereich der Schneeverwehungen lagen zu Redaktionsschluss mehr als 600 cm. Seit dem Wochenende schneite es munter weiter. Es herrscht Lawinenwarnstufe vier. Die Grenzübergänge in Scharnitz und Leutasch mussten geschlossen werden.
Knapp 40 Tage vor der Nordischen Ski-WM in Seefeld präsentiert sich die Olympiaregion tief winterlich. Trotz bester Bedingungen sind die Gäste zutiefst verunsichert. Tagelange Berichterstattung in den Deutschen und Österreichischen Medien über das Schneechaos hat viele Urlauber verschreckt. Dabei haben die Straßendiensten und Präparierungsmannschaften mit ihren Einsatzgeräten ganze Arbeit geleistet. Ein Großteil der Pisten und Loipen ist in einem Traumzustand. Nur die Seefelder Jochbahn und die Härmelkopfbahn konnten wegen der großen Schneeverfrachtungen teilweise nicht präpariert werden. Auf den Loipen C9, C7, B7 und teilweise im Bereich der oberen Hälfte der A7 herrschte Lawinengefahr. Die Lawinenkommissionen arbeiteten auf Hochtouren und so kam es zumindest bis vergangen Freitag zu keinen Unglücken in der Olympiaregion.
Ärgerlich waren hingegen die Grenzsperren, denn jahrelang wird zwischen Scharnitz und Mittenwald eine Verbauung der Marchklammlawine diskutiert. Sowohl die Bahn- als auch die Straßenverbindung sind dort seit zehn Tagen unterbrochen. „Wir hoffen, dass es sich jetzt ausgeschneit hat und dass es bei der WM Kaiserwetter gibt“, zeigte sich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bei der Gemeindeversammlung am Mittwoch optimistisch. „Grenzsperren während der WM wären für den ÖSV als Veranstalter eine finanzielle Katastrophe!“