Bravo: Fritz Dopfer ist zurück!

Fritz Dopfer wurde in Levi 15. im Slalom (Foto: Archiv).

Abseits der Siegerehrung und dennoch zufrieden war Fritz Dopfer nach dem Slalom in Levi. Im ersten Rennen seit seinem Unterschenkelbruch, den er sich im vergangenen November in Levi zugezogen hatte, belegte er Rang 15. „Das war ziemlich solide“, meinte der WM-Zweite von 2015. Dopfer konnte immerhin Marcel Hirscher distanzieren, der sich nach einem Knöchelbruch am 17. August überraschend für einen Start entschieden hatte und nach Rang vier im ersten Lauf am Ende Platz 17 belegte. Ein Jahr zuvor musste Dopfer noch am linken Bein operiert werden. Die Folge: Der WM-Winter war passé. Erst im August konnte er wieder mit dem Deutschen Nationalteam trainieren. Mit seinen Kameraden bereitete er sich in Neuseeland aufs Skifahren vor. „Ich war zufrieden mit den Fortschritten, allerdings konnte ich dort nicht die Intensität sowie die Umfänge traineren, die notwendig sind um konkurrenzfähig zu sein“, erzählt er im Gespräch mit der PZ. „Ich legte also neben dem Skitraining einen starken Fokus auf meine körperlichen Defizite, die aufgrund der längeren Pause entstanden sind.“ Dopfer, der stets jedes Detail analysiert, hatte lang daran gezweifelt, dass er heuer am Beginn der Saison dabei sein kann: „Der Fuß schmerzte, wenn ich die Skischuhe angezogen habe. Ich muss also im skifahrerischen Bereich, sprich Technik und Material, noch einige Baustellen bewerkstelligen. Daran ändert auch der gute Slalom-Auftakt in Levi nichts. Er war fürs Selbstvertrauen extrem wichtig, allerdings weiß ich dieses Resultat auch richtig einzuschätzen – dahingehend, dass ich mich noch gehörig steigern muss, um auch bei den kommenden Rennen mithalten zu können!“ Vorerst ist Dopfer in die USA (Lake Louise) übersiedelt und versucht dort, sich an den Riesenslalom heranzutasten. „Ob ich heuer in den Riesenslalom-Weltcup einsteigen werde, weiß ich noch nicht“, meint er gegenüber der PZ. Auch die Olympiade ist vorerst noch kein Thema. „Die letzten zehn Monate habe ich gelernt, geduldig zu sein“, meint Dopfer. „Nur wenn ich die entsprechenden Ergebnisse liefere, werde ich im Aufgebot für Pyeongchang dabei sein.“