Causa „Alpenkönig“ wieder vor Gericht

Zuletzt war in mehreren Medien von einer „Amtshaftungsklage in Millionenhöhe“ gegen die Gemeinde Reith zu lesen. Diese wurde vergangene Woche beim Zivilgericht eingereicht. Nicht drei, sondern nur einer der ehemaligen Investoren hat diese gezeichnet. Die geforderte Summe beläuft sich auf einen Hunderttausenderbetrag. Zu Erinnerung: 1978 wurde mit dem Bau des „Alpenkönig“ begonnen, 2008 schlitterte die Betreibergesellschaft in den Konkurs. 91 Investoren waren betroffen. In der Folge kaufte Rechtsanwalt Gregor Berchtold eine große Mehrheit der Nutzungsrechte und betreibt seither das Hotel. Altbürgermeister Johannes Marthe verkaufte der neuen Alpenkönig-Betreibergesellschaft die exekutierbaren öffentlichen Forderungen gegenüber den Nutzungsberechtigten, die sich im Lauf der Jahre auf 173.000 Euro aufgetürmt hatten. Drei der so um ihre Wohnungen gebrachten Anteileigner ließen sich das nicht gefallen und zogen vor Gericht. Das Landesverwaltungsgericht gab allerdings der Gemeinde Reith Recht (die PZ berichtete). Und auch im neuerlichen Verfahren vor dem Zivilgericht geht es um nichts anderes, weshalb Bgm. Dominik Hiltpolt dem Amtshaftungsverfahren gelassen entgegensieht: „Wir gehen davon aus, dass auch der neuerliche Prozess zu keinem anderen Ergebnis führt als der bisherige.“ In Vorbereitung auf den Prozess hat die Gemeinde jedenfalls die Vorgänge im Zusammenhang mit dem Verkauf der Abgabenforderungen umfassend geprüft. Hiltpolt: „Ich persönlich hab zwar damals dagegen gestimmt. Nichtsdestotrotz war nach damaliger Rechtslage ein solcher Verkauf zulässig. Dies wurde auch letztlich vom Landesverwaltungsgericht bestätigt. Es kann aufgrund der durchgeführten Überprüfung jedenfalls davon ausgegangen werden, dass alle Mitarbeiter und Beteiligten nach bestem Wissen gehandelt haben. Die in der Klage behaupteten Verfehlungen entbehren somit jeglicher Grundlage.“ Dieses Thema soll übrigens auch bei der Reither Gemeindeversammlung am Mittwoch, den 7.11. um 18 Uhr im Gemeindesaal Reith zur Sprache kommen.