Das Jahr der Bergrettung Leutasch

Für die Ortsstelle Leutasch war das Jahr 2013 ein sehr einsatzintensives. Bei den 37 Einsätzen (1.109 Einsatzstunden) wurden 41 Personen geborgen. Allein zwischen dem 20. Dezember 2012 und 14. März 2013 wurden 21 Einsätze abgewickelt.

Die Ortsstelle wurde zu einem Lawineneinsatz der Ortsstelle Scharnitz und einem Sucheinsatz der Ortsstellen Seefeld und Telfs angefordert. Fünf Personen konnten leider nur mehr tot geborgen werden. Im Juli musste zu einem Einsatz ausgerückt werden, um eine tödlich abgestürzte Person zu bergen. Wie sich bald herausstellte, war diese Person ein Mitglied bzw. ein guter Kamerad unserer Ortsstelle.

Am 1. August ging um ca. 22 Uhr der Alarm. Am Ahrnkopf kommen vier Personen nicht mehr weiter. Nach der Bergung wurde die Notlage geschildert: Die Wanderer starteten in Leutasch/Ahrn um ca. 11 Uhr, fuhren mit den Mountainbikes auf den Hohen Sattel (1.500 Meter), trugen die Räder auf den Weißlehnkopf (2.001 Meter) und wollten über den Ahrnkopf und Zwirchkopf wieder nach Leutasch/Ahrn fahren. Ein Fahren war jedoch nicht möglich und so trugen und schoben sie ihre Räder durchs Gelände, bis sie bei einem stark abschüssigen Schrofengelände ankamen. Dort hinterließen sie die Räder und wollten zu Fuß absteigen. Aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit war ein Weiterkommen nicht mehr möglich und sie setzten einen Notruf ab. Sie wurden unverletzt von der Einsatzmannschaft ins Tal gebracht.

Neben den Einsätzen ist der Rettungsdienst bei diversen Sportveranstaltungen (Ganghoferlauf, Zugspitz-Ultratrail, Ganghofertrail,  Karwendelmarsch) mittlerweile zu einem nicht unerheblichen Aufwand von rund 520 Einsatzstunden geworden. Bei einigen Veranstaltungen ist es unentbehrlich, Nachbarortsstellen zur Unterstützung anzufordern. Dazu zählt auch der Zugspitz-Ultratrail. Auf einer Länge von ca. 40 Kilometern vom Steinernen Hüttl bis zur Geisterklamm wurde dieser heuer betreut. An den Winterwochenenden wird zusätzlich noch der Rettungsdienst (1.300 Bereitschaftsstunden) verrichtet, um bei den Loipenunfällen rasch reagieren zu können. Das hat sich in diesem Winter wieder besonders bewährt. Die Ortsstelle Leutasch hat derzeit einen Mitgliederstand von 41 Personen, davon sind vier Anwärter. Neben theoretischen und praktischen Schulungen wurden für den Ernstfall auch diverse Einsatzszenarien wie eine Lawinen- und eine Liftbergeübung sowie eine Bergung aus einer Schlucht und an der Scharnitzspitzsüdwand geprobt: Mehr Information und Bilder unter: www.leutasch.bergrettung-tirol.at