„Ein WM-Verlauf wie in einem Traum“

Herrliches Wetter sorgte für ein nordisches Sportfest der Superlative (Foto: Holzknecht).

„Es war wie in einem Traum: es war ein grandioses Sportfest mit riesiger Begei­sterung für den nordischen Skisport“, frohlockte Seefelds Bgm. Werner Frießer zum Abschluss der Nordischen Ski-WM in Seefeld. Tvb-GF Elias Walser ergänzte: „Wir hatten auch das Glück auf unserer Seite: Traumwetter, über 200.000 Besucher und Partystimmung, wohin man blickte!“
Die Bilanz der beiden fällt euphorisch aus. Frießer: „Von der Abwicklung der Sportveranstaltungen, über das große Zuschauerinteresse bis hin zum umweltfreundlichen Mobilitätskonzept ist alles genauso über die Bühne gegangen, wie wir das erhofft haben. Im WM-Gelände war die Stimmung wie bei Länderspielen. Die Veranstaltung verlief friedlich, das Zuschauerinteresse war sensationell!“ Walser: „Immer wieder hab ich von den zahlreichen nordischen Besuchern zu hören bekommen, dass es sowas nur noch am Holmenkollen in Oslo gibt. Es war das schönste nordische Fest, das je in den Alpen stattgefunden hat. Besonders erfreut war ich über das Zuschauerinteresse auf der Medal Plaza, wo viele im Vorfeld gemeint haben, da werde nichts los sein. Die Fernsehbilder mit den vielen Leuten und dem Seekirchl im Hintergrund waren wirklich sensationell!“
Natürlich trug auch das gute Wetter zur positiven Bilanz bei. Frießer: „Wenn alle Bewerbe so abgelaufen wären, wie der verschneite Sprungbewerb der Herren am zweiten WM-Freitag, hätten auch wir als Veranstalter negative Schlagzeilen erhalten. Dabei kann das durchführende Team nichts für Jury-Entscheidungen und schon gar nichts für Dopingvergehen einzelner Sportler.“
Walser: „Gerade in den modernen Medien wie Instagram oder Facebook spielt das Thema keine Rolle. Die tausenden Menschen, die dort ihre Bilder veröffentlicht haben, haben Fotos von glücklichen Menschenmassen und wunderschöne Naturbilder gepostet. Auch in den internationalen Medien spielte Doping eine weit geringere Rolle als in den österreichischen!“
Walser hat natürlich auch von jenen Unternehmern in der Region Rückmeldungen erhalten, die den Effekt der WM falsch eingeschätzt haben: „Da außer den WM-Fans weniger Menschen in die Olympiaregion gekommen sind, gab es auch Verlierer. Eine Untersuchung der Wertschöpfung während der WM durch das MCI wird im April vorliegen. Der Werbewert der WM durch die sensationellen Fernsehbilder wird die Verluste bei weitem übertreffen.“ Vor allem bei den Gästen aus Skandinavien hofft man, dass Seefeld einen großen Werbeeffekt gelandet hat und künftig viele Gäste aus den nordischen Ländern ihren Winterurlaub in der Olympiaregion verbringen werden.