Eine heiße Sache: Die Realbrandausbildung

Bis zu 600 Grad heiß war es in der mobilen Übungsanlage. (Foto: FF Leutasch)

Eine sehr realitätsnahe Ausbildung absolvierten die Leutascher Florianis. In einer mobilen Trainingsanlage erhielten die Feuerwehrler mit Atemschutzgeräten ausgerüstet viel praktische Erfahrung.

Die praxisorientierte Ausbildung von Atemschutzträgern auf Heißausbildungsanlagen hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung erlangt. Der Markt hat mittlerweile ein breitgefächertes Angebot zu bieten, im Mittelpunkt stehen dabei Wärmegewöhnungs- und Flashover-Ausbildungen.

Auch im Feuerwehrabschnitt Seefelder Plateau lag in den letzten Jahren der Fokus der laufenden Atemschutzausbildung in den praxisorientierten Heißausbildungsanlagen. Erstmals konnte hierfür die Möglichkeit einer mobilen Trainingsanlage vor Ort genutzt werden. Die Firma Fireflash aus Holland machte dazu bei ihrer Österreichtour Halt in Leutasch.
Nach einem Schulungsteil ging es für 15 teilnehmende Atemschutzträger zum praktischen Part über. Bereits im ersten Durchgang wurde den Feuerwehrmännern die große Hitze vor Augen geführt – sie verließen den ersten Trainingsgang beeindruckt und mit Respekt.

Das Entstehen eines Flashovers/Backdrafts anhand der Farbentwicklung und der Bewegung der Rauchgase zu erkennen war das Ziel für den weiteren Übungsverlauf. Um im Einsatzfall das Phänomen eines „Flashovers“ (Durchzündung) bestmöglich verhindern zu können, wurde Wert auf die gezielte Rauchkühlung mittels Sprühstrahl gelegt. Denn nur wenn diese fachgerecht erfolgt, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Durchzündung und die Flammenausbreitung wird verhindert.
Welcher Hitzebelastung die Trupps ausgesetzt waren, verdeutlichte ein Blick mit der Wärmebildkamera in das Containerinnere: 600 Grad Deckentemperatur. Nach drei Stunden von Flammen umgeben konnte die Heißausbildung sichtlich erschöpft, jedoch mit neu gewonnenen Erkenntnissen und Begeisterung, abgeschlossen werden.

„Unser Dank gilt den Ausbildern René und David von der Firma Fireflash, welche an diesem Nachmittag zur Weiterbildung und Festigung unseres Wissens beigetragen haben. Des Weiteren wollen wir uns bei der Raiffeisenbank Seefeld-Leutasch bedanken, durch deren finanzielle Unterstützung diese Realausbildung ermöglicht wurde“, so Pressesprecher Maximilian Neuner. „Nicht zuletzt sei unserem Abschnittskommandanten ABI Lorenz Neuner und seinem Team der Feuerwehr Leutasch für die Organisation und Durchführung gedankt.“