Mit großem Interesse wird derzeit die Sonderausstellung „Der Stein, der brennt und heilt“ im Geigenbaumuseum Mittenwald aufgenommen. Seit ihrer Eröffnung im Dezember 2025 zieht die Ausstellung zahlreiche Besucher:innen an und trifft gleichermaßen bei Urlaubsgästen wie bei Einheimischen aus dem Isartal und dem benachbarten Seefelder Plateau auf positive Resonanz.
Im Mittelpunkt steht die faszinierende Geschichte des grenzüberschreitenden Ölschieferbergbaus im Karwendel. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom Beginn der Nutzung des Ölschiefers im 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart und zeigt eindrucksvoll, wie aus einem regionalen Rohstoff ein bis heute gefragtes medizinisches Produkt entstand. Dabei wird neben der historischen Entwicklung auch die moderne Nutzung durch die Ichthyol-Gesellschaft in Reith bei Seefeld und die Tiroler Steinölwerke am Achensee beleuchtet.
Der große Zuspruch verdeutlicht, wie stark das Interesse an regionaler Geschichte und grenzüberschreitenden Themen ist. Die Ausstellung macht ein bedeutendes Kapitel der gemeinsamen Wirtschafts- und Kulturgeschichte dies- und jenseits der Grenze lebendig und eröffnet zugleich spannende Perspektiven für alle Sinne – mit einer Gewichts- und Riechstation und Klängen aus einem nachgebauten Stollenmundloch.
Für alle, die sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchten, erscheint im August ein Begleitkatalog zur Ausstellung, der die Inhalte vertieft und zusätzliche Hintergründe bietet.
Die Sonderausstellung „Der Stein, der brennt und heilt“ ist noch bis zum 6. Januar 2027 im Geigenbaumuseum Mittenwald zu sehen. Besucherinnen und Besucher haben damit weiterhin Gelegenheit, eine außergewöhnliche Geschichte aus der Region zu entdecken, die bis heute nachwirkt.
Text-/Bildquelle: Geigenbaumuseum
