Film über den Karwendel-Höhenweg

Kameramann Michael Venier im Hochgebirgseinsatz (Eppzirlerscharte, Fotos: topdestination.tv).

Drei Mädels, bestens in sozialen Medien vernetzt, wollen der digitalen Welt entfliehen, um ein Stück weit zu sich selbst zu finden – diese Geschichte steht im Zentrum eines 4K-Videofilms über den Karwendel Höhenweg, den topdestination.tv kürzlich drehte. Nina Gigele, Claudia Beitsch und Sabine Moosbrugger stehen im Mittelpunkt, Michael Venier führte die Kamera, Bernhard und Hannes Rangger machten Redaktion und Regie.
Die Idee zum Film entstand 2008, als Robert Fankhauser den „Karwendel Höhenweg West“ ins Leben gerufen hatte. Da aber nur Hüttenwirte beteiligt waren, war eine Finanzierung unmöglich. Seit zwei Jahren haben sich mit dem Alpenverein, dem Naturpark Karwendel, den Tourismusverbänden und Bergbahnen viele weitere wichtige Projektpartner gefunden. Auch das Bergwelten-Magazin, bergfex.at und enjy.tv (mehr als 6 Mio. TV-Zuseher) sagten ihre Unterstützung zu und so wurden von 17. bis 20. Juli die Hauptdreharbeiten durchgeführt. Wegen des zum Teil hochalpinen Geländes kamen neben Filmkameras auch Fotoapparate, GoPros und Drohnen zum Einsatz. Es folgen noch Natur- und Tieraufnahmen sowie ein Helikopterflug. Im September werden die vier Staffeln des Films auf topdestination.tv und enjy.tv zu sehen sein. Auch eine Vermarktung des Films über diverse Film-Festivals ist geplant. In Seefeld-TV und auf www.olympiaregion.tv läuft seit Tagen ein Teaser, wo man erahnen kann, welche schöne Bilder der Film zeigen wird.

Bessere Steige
Es ist unglaublich, welchen Komfort Schutzhütten heutzutage bieten. Mit einem Filmteam war ich vergangene Woche vier Tage im Karwendel und vor allem von den Zimmern und Naßeinheiten des eben sanierten Hallerangerhauses waren wir tief beeindruckt. Aber auch von den großzügigen Frühstücksbuffets und der hervorragenden Qualität der Mahlzeiten. Wir fühlten uns auf allen Hütten, auf denen wir nächtigten (auch Nördlinger Hütte, Solsteinhaus und Pfeishütte) rundum wohl! Auf den Wanderwegen in den Karen und Jöchern, in denen immer noch größere Altschneefelder liegen, hatten die fleißigen Helfer des Alpenvereins mit Kettensägen Wege in den Schnee geschnitten und Schotter aufgestreut. Danke! Nur über die Qualität der normalen Wanderwege muss noch nachgedacht werden. Denn auch in den Südtiroler Dolomiten oder im Alpenpark Karwendel gibt es vergleichbare Probleme mit Schotter und Wasser, die Steige bei Gewittern in reissende Bäche verwandeln. Dort findet man aber auch an exponierten Stellen breite, gut angelegte Fußpfade mit Stufen und Versicherungen. Lieber konzentrieren wir uns auf ein kleineres Wegenetz und richten dies in vergleichbarer Qualität zu anderen Destinationen her. Wilde, ausgeschwemmte Passagen und verwachsene Pfade, die man nur wegen der Markierung findet, sollten der Vergangenheit angehören.