Flugzeug zerschellte am Berg!

Den Einsatzkräften bot sich an der Unglücksstelle auf 2300 Meter ein Bild der Zerstörung (Foto: zeitungsfoto.at).

Drei Tote forderte kürzlich der Absturz eines Kleinflugzeugs im Wettersteingebirge nahe der Meilerhütte bei Leutasch. Der Motorflieger des Typs „Cirrus SR22“ mit deutscher Kennung war von Montichiari (Italien) nach Schwäbisch Hall (Deutschland) unterwegs. Bei den Opfern soll es sich um drei Männer (56, 57 und 72) aus Deutschland handeln.
Aus bislang ungeklärter Ursache prallte das Kleinflugzeug gegen 17.30 Uhr gegen eine Felswand oberhalb der Meilerhütte. Auf Grund der schwierigen alpinen Bedingungen mussten die Einsatzkräfte mit Hubschraubern eingeflogen werden. Im Einsatz standen die Bergrettungen aus Leutasch und Seefeld, die Feuerwehren Leutasch, Unterleutasch und Seefeld sowie vier Hubschrauber (Polizei- und Notarzthubschrauber). Mit Einbruch der Dunkelheit musste der Einsatz an der Unglücksstelle abgebrochen werden.
„Besonders erschwerend war, dass wir nur schwer eine Funkverbindung ins Tal aufbauen konnten“, berichtet Öffentlichkeitsbeauftrager der FFW Leutasch Maximilian Neuner. „Die Absturzstelle am Berg glich einem Trümmerfeld. Ein Feuerwehrmitglied musste mit Feuerlöschern den Brand löschen!“
Obwohl die Untersuchungen von der Polizei am Freitag und Samstag fortgesetzt wurden, konnte weder die Identifzierung noch die Unglücksursache bisher zweifelsfrei abgeschlossen werden. Zur Identifizierung der Leichen wurden im Zuge der Bergung DNA-Abgleiche genommen. Das Flugzeugwrack wird nach Wien gebracht und von Experten weiter untersucht.
Absturzursache könnte ein Flugfehler gewesen sein, da der Pilot die vorgegebene Flugroute verlassen hatte. Auch der starke Wind könnte einen Beitrag zum Absturz geleistet haben.