Freude und Nöte der Stockschützen am Plateau

Katharina Triendl freut sich über einen weiteren ÖM-Titel (Foto: Othmar Crepaz)

(OC) Anlässlich der Landesmeisterschaft in Steinach belegte die Scharnitzerin Katharina Triendl mit dem Mixed-Team ihres Vereins, dem EV Angerberg, den 1. Rang, was den Aufstieg zur Österr. Meisterschaft gedeutete. Hier erreichte sie dann bei den ÖM im Burgenland den 3. Platz.
Noch besser lief es bei den Landesmeisterschaften der U19 in Erpfendorf, wo sie mit einer Tiroler Auswahl den 1. Rang belegte und ebenfalls den Aufstieg zur ÖM schaffte. Die fand am letzten Wochenende in Bad Mitterndorf in der Steiermark statt, wo sie mit der Tiroler Auswahl den Sieg davon tragen konnte und somit ihrer ansehnlichen Titelsammlung einen weiteren ÖM-Titel in der U19 hinzufügen konnte.
Nicht annähernd so gut lief es mit der U23, wo ihre Auswahlmannschaft bei den Landesmeisterschaften den 2. Rang und somit ebenfalls den Aufstieg zur ÖM schaffte. Dort musste sich ihr Team allerdings mit dem 8. Platz zufrieden geben.
Geradezu desaströs verlief der Meisterschaftsbewerb ihres Heimatvereins, des EV Scharnitz: Wegen eines älteren, nicht mehr zugelassenen Eisstocks wurde die Herrenmannschaft des EV Scharnitz im laufenden Bewerb disqualifiziert und zurückgereiht.
Trotz der vollen Konzentration auf Meistertitel hat Katharina Triendl immer ein waches Auge für den Nachwuchs. In Eigeninitiative konnte sie in den Volksschulen von Seefeld und Schanitz Probetrainings mit Kinderstöcken organisieren. Ob die Begeisterung der Kinder über diese Veranstaltung hinaus anhält, wird die Zukunft weisen.
In Seefeld durften sich die Eisstockschützen im Rahmen einer viel beachteten Aktion der Neuen Mittelschule Seefeld „Vereine stellen sich vor“ am 5. Juni präsentieren. Die Einladung war an den ESK Seefeld gegangen, der sich mit Obmann Walter Krieglsteiner gerne in den Dienst der guten Sache stellte. Er sicherte sich der Mitarbeit von Katharina Triendl, die als mehrfache Landes- und Österreichische Meisterin natürlich ein Aushängeschild darstellte und den Jugendlichen die erreichbaren Ziele bei entsprechendem Trainingsfleiß aufzeigte.
In die Freude über möglichen Nachwuchs mischte sich bei den Seefeldern allerdings die Sorge, wie und wo es überhaupt weitergehen soll. Im Winter stehen beim SKZ beste Eisbahnen und Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung, aber nach diesem Sommer ist das Ende der Asphaltbahnen beim Birklstüberl traurige Gewissheit. Der ESK Seefeld als ältester Seefelder Sportverein verfügt als einziger Verein weder über Vereinsräumlichkeiten, noch einer eigenen Sportstätte. Das erfüllt die Stockschützen mit Traurigkeit, wenn man bedenkt, welche Millionenbeträge (in Schilling) die Gemeinde für die nicht mehr existierenden Freestyle-Sprunganlagen u.a.m. aufgewendet wurden. Hier haben wohl frühere Obmänner trotz ihrer Nähe zu den Entscheidungsträgern in der Gemeinde geschlafen….