Gemeinderat besucht WM-Baustellen

Der neue Speichersee am Gschwandtkopf soll schon im September erstmals befüllt werden (Foto: Rangger).

Bei den Seefelder WM-Baustellen läuft alles nach Plan. Zu dieser Erkenntnis kamen kürzlich die Seefelder Gemeinderäte, als sie nach ihrer Sitzung die WM-Baustellen besichtigten und sich in der Folge einen Überblick über den Stand der Abrechnungen machten. Bis auf die ausstehende Förderzusage des Bundes gibt es keine Probleme. Die Gemeinderäte besuchten zunächst den neuen Speicherteich am Gschwandtkopf, dann die Sprungschanzen, wo gerade ein Schrägaufzug installiert wird, der ohne Personal die Skispringer zum Sprungturm befördern wird. Die neue Flutlichtanlage ist so ausgelegt, dass sie bei der WM fernsehtaugliches Licht liefert, dann aber durch Versetzen der Scheinwerferhöhe auf ein für die Lichtverschmutzung zuträgliches Maß zurückgefahren werden kann. Beim Fußballplatz wurde mit dem Bau des Volunteersgebäudes, an der Mößererstraße mit dem Tourismusbauhof und bei der Casinoarena mit den Wachsräumen begonnen. Auch die WM-Halle wird bis Weihnachten adaptiert. Mit der Raabachaufweitung beim Seekirchl soll im Herbst begonnen werden. Beim neuen Loipennetz werden derzeit die Rohre für die automatische Beschneiung installiert. GR Sepp Kneisl forderte Begrünungmaßnahmen bzw. Aufforstungen in jenen Bereichen, die später nicht als Loipen- bzw. Weideflächen genutzt werden. Bgm. Werner Frießer: „Dort wo Felsen frei gesprengt wurden, versuchen wir diese mit einer Humusschicht zu begrünen. Was nicht als Sportfläche dient, soll mit Mischwald aufgeforstet werden!“ Beim Speichersee, den viele schon als neue Touristenattraktion sehen, konnte der Ortschef mit beeindruckenden Fakten aufwarten: „Der See ist mit jenem auf der Rosshütte und mit der Gemeindewasserleitung verbunden. Man kann sich also wechselseitig aushelfen. Der neue Teich, der für die Pre-WM 2018 bereits zur Verfügung stehen soll, setzt neue Maßstäbe im nordischen Sport. Zusammen mit einer hochmodernen Beschneiungsanlage können wir stündlich 700 Kubikmetern erzeugen und so innerhalb von zwei Beschneiungstagen das 8,6 km lange neue Loipennetz mit 40 Zentimeter Kunstschnee belegen.“ Der Gemeindechef weiter: „Durch das Vorkühlen des Wassers erreichen wir bei einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von Minus zwei Grad bereits einen optimalen Wirkungsgrad. Gegenüber anderen nordischen Destinationen sind wir mit dieser Anlage, die in der Nachnutzung auch den Gschwandtkopfliften Vorteile bringt, konkurrenzlos. Viele Sportler, die bisher nach Skandinavien gefahren sind, werden künftig in der Olympiaregion trainieren.“