In „Unruhestand“ versetzt

Wolfgang Badstöber wurde feierlich in der Karwendelkaserne vom Standortältesten Oberst Warter verabschiedet. Die Blonde in dem Wolf ist Wolfgangs Frau Johanna (Foto: Hornsteiner).

(Joho) Er war ein „Urgestein“ der Mittenwalder Kaserne. Nach über 34 Jahren Dienstzeit ist Oberstabsfeldwebel Wolfgang Badstöber (55) nun altersbedingt aus der Bundeswehr ausgeschieden – mehr mit einem weinenden als mit einem lachenden Auge, so viel steht fest. „Ich gehe wirklich ungern“, so Badstöber wehmütig. Nur zu gut kann er sich an seine Anfänge bei der Bundeswehr erinnern. Wie an den April 1982, als er in Landsberg am Lech seinen Dienst antrat. „Dort standen lauter johlende Damen vor der Kaserne“, erinnert er sich. „Da bin ich gut aufgehoben, die sind ja wegen uns hier“, dachte der Garmisch-Partenkirchner damals fröhlich. Erst später merkte er, dass zur gleichen Zeit der deutsche Schauspieler und „Traumschiff-Kapitän“ Sascha Hehn für mehrere Monate bei den Gebirgsjägern in Landsberg am Lech stationiert war.
Dennoch blieb Badstöber bei der Bundeswehr und machte Karriere. Am 1. Juli des selbigen Jahres wurde er als Reprographiesoldat in die Heimat zur 1. Gebirgsdivision nach Garmisch-Partenkirchen versetzt. Als 1993 schließlich die Gebirgsdivision nach München fusionierte, konnte Badstöber dank seiner Versetzung in das Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald in seiner Heimat bleiben. Dabei waren die ersten Wochen in Mittenwald alles andere als lustig für den damaligen Jungspund. „Der Spieß war ein wilder Hund“, erinnert er sich noch gut. Und sein erster Gedanke damals war, „in Mittenwald, da bleib ich ja nie.“ Heute ist es seine Heimat geworden.