Jahresergebnisse von Seefeld und Reith genehmigt

Die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde Seefeld im abgelaufenen Jahr (Illustration: Gem. Seefeld).

Die Jahresrechnung über 20 Mio. Euro Einnahmen und 18,6 Mio. Euro Ausgaben stand im Mittelpunkt der jüngsten Seefelder Gemeinderatssitzung. Einstimmig wurde Bgm. Werner Frießer entlastet. Die Verschuldung beträgt 27 Prozent. Das Jahresergebnis von 1,42 Mio. Euro wird dem Haushalt 2018 zugeschrieben. „Ein kleiner Wehrmutstropfen war, dass das Sevelt-Hotel nicht wie geplant im Vorjahr ausgeführt wurde. Wir hatten die Infrastruktur dafür ausgeführt, aber die geplanten Erschließungskosten nicht erhalten“, so der Bürgermeister. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Verschuldungsgrad daher minimal von 15,2 auf 27,7 Prozent erhöht. 2015 lag die Verschuldung noch bei 35,5 Prozent. Unter „Allfälliges“ wurde auch der Vorschlag, die Bahnhofsstraße ähnlich dem Bahnhofsvorplatz zu gestalten, neuerlich diskutiert. Da Bgm. Frießer die Kosten nur vage mit 240 bis 300.000 Euro beziffern konnte und erst Anfang kommender Woche die konkreten Angebote vorliegen, wurde ein elektronischenr Umlaufbeschluss vereinbart.
Auch in Reith wurde dieser Tage die Jahresrechnung beschlossen. Während im außerordentlichen Haushalt exakt 108.000 Euro eingenommen und ausgegeben wurden, gab es beim ordentlichen Haushalt mit einem Gesamtumfang von 5,3 Mio. Euro einen Jahresüberschuss von gerade einmal 9284 Euro – eine Art Punktlandung! Bgm. Dominik Hiltpolt argumentierte, das die Transferleistungen um ca. sechs Prozent angestiegen seien, während die Haupteinnahme, die Abgabgenertragsanteile des Bundes, nicht einmal zwei Prozent Plus ausmachten. Alt-Bgm. Hannes Marthe kritisierte, dass die Gemeinde alle Rücklagen aufgebraucht habe. Auch die Personalkosten seien explodiert und müssen im Auge behalten werden. Hiltpolt erwiderte: „Unsere Rücklagen liegen derzeit beim Finanzamt, welches während einer Prüfung die Vorsteuer noch zurückhält. Bei den Angestellten ist gegenüber den Vorjahren die Nachmittagsbetreuung in Kindergarten und Kinderkrippe enthalten. Außerdem müssen wir für einen Schüler eine Stützkraft in der Volksschule bezahlen!“