Jahrhundertbau mit Volksfest eröffnet!

Schützen und Musik umrahmten die Tunnelsegnung würdig (Foto: Holzknecht).

Das lange Warten hatte kürzlich ein Ende: Durch den Umfahrungstunnel wurde Scharnitz endlich vom Verkehrslärm erlöst. Mit einem Fest­akt wurden die Umfahrungsstraße mit dem fast einen Kilometer langen „Porta Claudia Tunnel“ und ein neues Tunneleinsatzfahr­zeug feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Pro Tag fuhren bisher zwischen 8.500 und 18.000 Fahrzeuge mitten durch den Ort. „Ab sofort rollt nur noch ein Viertel des derzeitigen Ver­kehrs. Das bedeutet nicht nur eine Verbesserung der Lebensqualität, sondern vor allem auch gewaltige Chancen für die Entwicklung des Ortes“, erklärte Lande­s­hauptmann Günther Platter. Im Hinblick auf die Nordische WM 2019 in Seefeld meinte er, dass von der neuen Umfahrung auch die Nachbargemeinden profi­tieren. In das Straßenbaupro­jekt investierte das Land 34,5 Millionen Euro. „Gut eingesetztes Geld“, wie der für den Straßenbau zuständige LH-Stv. Josef Geisler feststellte. „Wir haben sowohl den Kostenrahmen als auch den Zeitplan eingehalten. Mein Dank gilt allen am Bau beteiligten Firmen und auch der Bevölkerung für das ent­gegengebrachte Verständnis für die Belastungen während der Bauzeit“, so Geisler. Er übergab Feuerwehr-Kdt. Christian Ihrenberger die Schlüssel für das neue Tunnelrüstlöschfahrzeug. Bgm. Isabel­la Blaha bedankte sich in Ihrer Rede bei jenen Personen, die sich für das Projekt eingesetzt und es begleitet hatten. „Auch bei den Anrainern und Grundbesitzern, die bereit waren, das Große in den Vordergrund zu rücken. Die Gemeinde Scharnitz hat während der Bauzeit die Zeit genutzt, um die Weichen für die Entwicklung des Ortes zu stellen. Wir wollen die Natur wieder in den Vordergrund rücken und damit an die touristisch erfolgreichen Zeiten unseres Ortes anschließen.“ Günter Guglberger, Leiter des Brücken- und Tun­nelbaus beim Land Tirol zog eine Bilanz über die dreijährige Bauphase „Mit den aufwändigen Tunnelausbruch-, Felssicherungs- und Betonierarbeiten war die Umfahrung Scharnitz tech­nisch herausfordernd. Die Ar­beiten gingen aber trotz schwieriger Verhält­nisse fast ohne Unfall über die Bühne.“ Nach der feierlichen Segnung durch Dekan German Erd setzten sich die prominentesten Anwesenden ins neue Feuerwehrauto und machten damit die Jungfernfahrt durch den Tunnel. Im Anschluss folgte ein Volksfest im Gemeindesaal.