Karten in der Olympiaregion werden neu gemischt

Am 11. Dezember findet um 19.30 Uhr in der WM-Halle Seefeld die Vollversammlung des Tourismusverbandes Olympiaregion Seefeld mit Neuwahlen statt. Neben den neun Aufsichtsräten wird auch der Vorstand neu bestellt. Da es bei der Wahl einiges zu beachten gilt, haben wir mit Olympiaregions-Obmann Alois Seyrling das folgende Gespräch geführt.

PZ: Herr Seyrling, die Vorstandswahl setzt sich aus drei Stimmgruppen zusammen? Worum geht es bei diesen Stimmgruppen?

A. Seyrling: Die Stimmgruppen setzen sich wie folgt zusammen: Der Gesamtumsatz aller Betriebe der Region wird zusammengezählt und dann durch drei dividiert. Die umsatzstärksten Betriebe der Region, welche 1/3 des Gesamtumsatzes ausmachen, kommen in die Stimmgruppe 1. Die Stimmgruppe 2 besteht aus Unternehmen welche das zweite Drittel darstellen und in der Stimmgruppe 3 sind dann meist sehr viele Betriebe welche die geringsten Umsätze erzielen. PZ: Laut novelliertem Tourismusgesetz müssen die Wahlvorschläge bereits ein Monat vor der Wahl bei der Landeresregierung eingehen. Wie sehen diese aus? A. Seyrling: In der Stimmgruppe 1 gibt es nur einen Wahlvorschlag und alle Mitglieder stehen auf dieser Liste, somit besteht hier klare Einigkeit. Das hat zur Folge, dass in dieser Stimmgruppe laut den Bestimmungen des Tiroler Tourismusgesetzes keine Wahl erforderlich ist. In der Stimmgruppe 2 und 3  liegen hingegen zwei gültige Wahlvorschläge (Listen) vor.

PZ: Wo kann man diese Vorschläge einsehen?

A. Seyrling: Die Wahlvorschläge liegen eine Woche vor der Wahl zu den Bürozeiten in der TVB Zentrale, Heilbadstrasse 827 Seefeld auf. In dieser Zeit kann auch jedes Mitglied von seinem Wahlrecht schon Gebrauch machen, sollte er bei der Vollversammlung verhindert sein. Bitte unbedingt die Einladung mit dem Barcode mitnehmen. Nur damit kann eine Stimme abgegeben werden. Der Barcode wird gescannt und somit ist gewährleistet, dass jedes Mitglieder nur einmal wählen kann.

PZ: Was passiert wenn jemand seine Einladung verloren hat?

A. Seyrling: Dann muss er sich rechtzeitig an Frau Angelika Obmascher wenden und bekommt eine neue Einladung inkl. Barcode zugestellt. PZ: Kann man auch in den Infobüros von seinem Wahlrecht Gebrauch machen? A. Seyrling: Die Vorwahlen sind nur in der TVB Zentrale, Heilbadstraße 827, möglich, um eine doppelte Stimmabgabe zu verhindern. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, 4. bis 11. Dezember, jeweils von 8 bis 17 Uhr und Mittwoch, 6. Dezember von 8 bis 20 Uhr. Es ist also auch am Feiertag, den 8. Dezember möglich, die Stimme abzugeben. Wer bei den Vorwahlen noch nicht von seinem aktiven Wahlrecht Gebrauch gemacht hat, kann dann bei der Vollversammlung am Montag, den 11. Dezember wählen.

PZ: Wie erfolgt die Stimmenauszählung?

A. Seyrling: Nach Öffnung der Wahlurnen bei der Vollversammlung erfolgt die gesamte Auszählung der Stimmen. Auch jene Stimmen, die bereits bei der Vorwahl abgegeben worden sind, werden erst am Wahlabend ausgezählt.

PZ: Wann wird der neue Aufsichtsrat bzw. der Vorstand feststehen?

A. Seyrling: Zunächst wird der Aufsichtsrat ermittelt. Im Anschluss treten die Mitglieder des neuen Aufsichtsrates unter dem Vorsitz des Wahlleiters zusammen und wählen den neuen Vorstand. PZ: Wer darf eigentlich bei dieser Wahl wählen? A. Seyrling: Unternehmer bzw. Unternehmen, die aus der Region Pflichtbeiträge an die Tiroler Landesregierung bezahlen, sind wahlberechtigt. Berechtigte Personen haben ihr Stimmrecht persönlich auszuüben. Juristische Personen, Offene Gesellschaften und Kommanditgesellschaften haben ihr Stimmrecht durch vertretungsbefugte Organe oder schriftlich bevollmächtigte Prokuristen auszuüben. Sind mehrere Personen vertretungsbefugt, so ist zur Ausübung des Stimmrechts aus diesen ein gemeinsamer Vertreter zu bestellen.

PZ: Möchten Sie noch eine Abschlussbemerkung an unsere Leser richten?

A. Seyrling: Gerne. Ich durfte in den letzten zwei Perioden von jeweils fünf Jahren als Vorstand und die letzte Periode als Obmann mit sehr produktiven, aufgeschlossenen und aktiven Vertretern zusammenarbeiten. Mein Dankeschön für die letzten Jahre gilt dem Aufsichtsrat, den Plateaubürgermeistern, unseren aktiven Verbandsmitgliedern, unserem Geschäftsführer Elias Walser, aber auch Markus Graf und Markus Tschoner. Durch die gute Zusammenarbeit konnten viele unserer Ziele erreicht werden und, wenn man sich mit den Gästen der Region unterhält, so empfinden auch diese, dass sich sehr viel Positives entwickelt hat. Die wichtigsten Themen waren der Ausbau der Sport- und Infrastruktur, neue Gäste über innovatives Marketing zu gewinnen, Verbesserung der Vermieter- und Gästeinformation und die Neustrukturierung unseres Verbandes. Mit der WM 2019 hat keiner gerechnet. Dank Bgm. Werner Frießer mit Gemeinderat in Zusammenarbeit mit dem Verband hat es verdienterweise geklappt. Jetzt gilt es, dieses Ereignis bestmöglich zu nutzen, an alten Zielen festzuhalten und neue Ziel zu entwickeln. Ein Danke gilt auch unserem Mitarbeitern im Verband und meiner Familie, die mir den Rücken zur Ausübung dieser Funktion freigehalten hat.

PZ: Danke für’s interessante Gespräch.