Kreuzung in Gießenbach entschärfen

Eltern und Kinder aus Gießenbach wünschen eine Regelung für Fußgänger und Radfahrer (Foto: Rangger).

Es ist vollbracht. Auch die „BH-Strafrunde“ für die Scharnitzer Jahresrechnung erbrachte kein anderes Ergebnis als vor zwei Wochen: In Abwesenheit von GR Peter Reinpold und Christian Draxl wurden mit 7:5 Stimmen sowohl die Überschreitungen als auch die negative Jahresrechnung 2018 genehmigt. Zurück in den Ausschuss hieß es hingegen für die Kreuzungsentschärfung der Zirlerbergstraße in Gießenbach. Dabei hatte das Land signalisiert, trotz der Scharnitzer Geldschwierigkeiten das Projekt voranzutreiben.
Die neuerliche Abstimmung über die Jahresrechnung war erforderlich, da Bürgermeistersohn Marco Blaha am 21. März am GR-Entscheid teilgenommen hatte. Da eine Befangenheit vorliegen könnte, empfahl die BH eine Wiederholung – die Oberländer Rundschau berichtete.
Auch dieses Mal hatte Bgm. Isabella Blaha mit Kevin Schmidt einen Ersatzgemeinderat im Publikum, der sie bei der Abstimmung vertrat. Seine Stimme war allerdings nicht nötig, denn die Liste „Scharnitz 2016“ war nicht vollständig. Trotz der fünf Gegenstimmen der Opposition wurden also die bisherigen Beschlüsse bestätigt. GR Walter Lechthaler brachte zuvor noch einen Antrag ein, die Abstimmung geheim durchzuführen. Dieser Vorschlag wurde aber mit großer Mehrheit abgelehnt.
Kaum fraktionsweises Abstimmungsverhalten gab es bei den weiteren Tagesordnungspunkten, die sich mit der Fortsetzung der beiden Großbaustellen Fußballkabinentrakt und Infozentrum sowie mit dem Ankauf eines Traktors auseinander setzten: Mit wechselnden, aber stets klaren Mehrheiten wurden die noch ausständigen Gewerke vergeben – immer mit dem Hinweis, dass vor einer Vergabe die Bergrettungsrücklage zurückgezahlt und die nötige Finanzierung gesichert sein müsse. Auch das Fahrzeug für den Bauhof wurde angeschafft. Bgm. Blaha: „Wir haben heute grünes Licht von der Aufsichtsbehörde erhalten. Es ist also eine Frage von Tagen, bis wieder Geld da ist!“
Die Ortschefin unter Tagespunkt „Allfälliges“: „Bei einer Besprechung mit Landesvertretern und der Weggemeinschaft Gießenbach wurde festgestellt, dass für eine Bescheiderstellung im Bereich der Zirlerbergstraße nur noch die Verordnung der Gemeinde Scharnitz fehlt, den mittleren Einfahrtsbereich in das Gemeindegut zu übernehmen!“ Interessentschaftsvertreter Peter Meyer erklärte: „An der Kreuzung geht es um die Sicherheit der Kinder und der alten Leute, die mit Bus oder Bahn fahren wollen!“ Geplant sind Busbuchten, Schutzwege und eine Überquerungshilfe.
Der Gemeinderat wies dem Antrag allerdings keine Dringlichkeit zu. GR Michael Ecker: „Es war ausgemacht, die Sache in den Ausschüssen vorzubesprechen. In drei Wochen findet die nächste Gemeinderatssitzung statt!“ Seiner Argumentation schloss sich die Mehrheit der Mandatare an.

Verordnung erlassen
Die Erklärung der Gemeinde Scharnitz, jenen Teilbereich bei der Kreuzung der Zirlerbergstraße im Bereich Gießenbach von der Weginteressensgemeinschaft Gießenbach ins öffentliche Gut zu übertragen, damit das Projekt fortgeführt wird, wurde in der jüngsten Scharnitzer Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen. Auf Anregung von Ing. Peter Reinpold wird die grundbücherliche Durchführung allerdings erst nach der Endvermessung erfolgen.