Leutasch braucht leinenfreie Zone

So sieht Karikaturist Thomas Schießendoppler das Leutascher Leinenproblem!

Ohne Beschluss endete kürzlich eine Gemeinderatsdebatte über die Leinenpflicht im Leutascher Gemeindegebiet. Auf Grund einer erfolgreichen Klage eines Hundebesitzers, der gegen diese generelle Richtlinie rechtlich vorging, wurde man vom Land aufgefordert, die nicht gesetzeskonforme Regelung zu überarbeiten. Man muss Zonen ausweisen, in denen sich Hunde auch ohne Leine bewegen dürfen. Bgm. Chrysochoidis und Amtsleiter Ing. Jochen Neuner hatten mit dem Land abgeklärt, wie groß solche Zonen sein sollten: „Zumindest ein paar Spazierwege oder zwei größere Gebiete sollten von der Leinenpflicht ausgenommen werden!“ GR Siegmund Neuner gab zu bedenken, dass auf die Interessen von Tourismus, Landwirtschaft und Jagd Rücksicht genommen werden müsse. Er sprach sich für die Einführung eines motorisierten Flurwächters und eine Erhöhung der Hundesteuer aus: „Landauf, landab sind wir die Billigsten. Die Einnahmen decken nicht einmal die Kosten der Gassi-Sackerl!“ Harald Aschaber von der Bergwacht berichtete, wie schwierig derzeit die Überwachung der Verordnung sei: „Wir müssen die Menschen, die dagegen verstoßen, nicht nur anhalten, sondern sie auch nach ihrer Identität fragen. Meist bekommen wir nur Unfreundlichkeiten zu hören!“ In der kommenden Sitzung soll das Thema neuerlich behandelt werden. Ebenfalls in einer der nächsten Sitzungen diskutiert werden soll das Parkplatzproblem in der Klamm, beim Familienklettergebiet „Flämenwandl“ und bei der Rodelbahn auf den Hohen Sattel. Bgm. Chrysochoidis konnte berichten, dass der Dorfbus während der Wintersaison sehr gut angenommen wurde: „Es wurden 11.000 Fahrgäste transportiert. Am stärksten Tag stiegen 276 Menschen ein. Bis dato konnten wir aber noch nicht definitiv abklären, ob wir den Bus auch im Sommer finanzieren können. Ich werde darüber noch mit dem Tvb-Vorstand und dem VVT verhandeln.“