Mehr Naturraum durch WM-Bauten

GR Sepp Kneisl versichert: „Keine Kloake, keine Zäune!“ (Fotos: Rangger/Archiv).

 „Obwohl man derzeit rund um die WM-Baustellen nur Erd- und Schotterhaufen sowie Baumaschinen sieht, werden nach Abschluss der Projekte größere Naturräume geschaffen, als es sie davor gegeben hat“, versichert GR Mag. Sepp Kneisl, der für die ökologischen Maßnahmen verantwortlich zeichnet. „4,5 Hektar Flächen werden nicht nur wunderschön, sie werden auch Pflanzen, Blumen, Insekten, Amphibien und Fischen neue Lebensräume bieten!“

Beim Loipenbau wurden von der Naturschutzbehörde des Landes Ausgleichsflächen verlangt. So werden alte Loipen wieder zu Feuchtbiotopen oder  durch Aufforstung zu Wald. Auch jene Flächen, die nur für die Baumaßnahmen benötigt wurden, werden wieder begrünt und aufgeforstet.

Der Bereich unterhalb des Möserer Tunnels wird in ein Feuchtbiotop verwandelt und der Bach fächerförmig eingeleitet. 

Mehrere Teiche werden rund um das Seekirchl angelegt.„Das werden keine Kloaken, wie das manche auf Grund der derzeitigen Schlammbildung vermuten. Auch werden die Zäune bald wieder verschwinden“, weiß Kneisl. „Diese mussten errichtet werden, damit keine Kinder wegen der zu steilen Böschungen hineinfallen. Wenn alles fertig ist, haben diese sanfte Ufer. Der Bach wird durch die Teiche fließen, sodass es keine große Algenbildung geben wird.“

Auf der Nasswiese vor der Tischlerei Tauber wird ein 150 Meter langer Steg auf Holzbohlen angelegt, damit die Seefelder und ihre Gäste dieses artenreiche Naturjuwel genießen können.

Die Wiesen im Möserer Tal und rund um das Seekirchl werden im Rahmen des Projektes „blüten.reich“ der Naturschutzabteilung des Landes zu Blumenwiesen. „Am Pfarrerhügel, im Möserer Tal und auf verschiedenen Böschungen  soll nur mehr einmal im Jahr gemäht werden, um den Blütenreichtum zu fördern“, so Kneisl. Auch am Wildsee ist eine zusätzliche Naturschutzmaßnahme geplant: Der Weg von der Strandperle Richtung Reither Moor wird ausgebaggert und auf einen Holzbohlenweg verlegt.

„Es entsteht also nicht nur ein Naturparadies, da werden auch neue Lebenräume für Kleintiere und Fische angelegt und die Artenvielfalt bei den Pflanzen wird zunehmen“, fasst Kneisl zusammen. „All diese Maßnahmen brauchen aber Geduld. Denn die Natur  kann man nicht auf Knopfdruck zum Gedeihen bringen!“