Ministerwechsel sorgt für Kopfweh

Bgm. Werner Frießer (Foto: Archiv).

Nur wenige Tage, nachdem die WM-Abrechnung über die Infrastrukturbauten der Gemeinde Seefeld und der Bericht der Bauleitung über die Kostenüberschreitungen vorlag, fuhren Bgm. Werner Frießer gemeinsam mit Überprüfungsausschussobmann Alexander Schmid und GR Sepp Kneisl zu LH-Stv. Josef Geisler. „Nach der Überprüfung durch die Sportabteilung des Landes wäre der nächste Schritt die Fahrt nach Wien ins Sportministerium gewesen“, so Bgm. Werner Frießer, den wir telefonisch kurz vor Drucklegung dieser Ausgabe im Urlaub in Übersee erreichten. „Dann haben sich aber die Ereignisse wegen der Ibiza-Affäre überschlagen und Seefeld stand zum vierten Mal innerhalb von nur vier Jahren ohne Sportminister da!“
Wie berichtet klafft in der WM-Abrechnung gegenüber den budgetierten 28 Mio. Euro auf die tatsächlich ausgegebenen 30,5 Mio. noch ein erhebliches Finanzierungsloch. „Wir wissen auch noch nicht, ob Sektionschef Philipp Trattner angesichts seiner FPÖ-Nähe im Amt bleiben wird. Jedenfalls ist nicht zu erwarten, dass die Übergangsregiergung irgendwelche finanziellen Entscheidungen trifft. Für Seefeld heißt das, dass wir vermutlich erst wieder im kommenden Jahr mit einer neuen Regierung über die Mehrkosten verhandeln können“, so Frießer. Hier eine Liste der bisherigen Minister, die für die WM zuständig waren: Gerald Klug (SPÖ, bis 2016), Hans-Peter Doskozil (SPÖ, 2017-18), Mario Kunasek (FPÖ, 2018), Heinz-Christian Strache (FPÖ, 2018-19), Juliane Bogner-Strauß (ÖVP, 2019).