Neues Leben für die Seefelder Tracht

Wollen die Seefelder Tracht beleben: Heidi Triendl, Toni Hiltpolt und Andrea Neuner (Foto: Rangger).

Geht es nach den Vorstellungen der Gemeinderäte Andrea Neuner und Toni Hiltpolt, so soll die Seefelder Tracht in Zukunft wieder ein Revival erfahren. Sehr erfreut darüber ist Heidi Triendl, die bereits 1979 damit begann, der Seefelder Tracht ein moderneres Erscheinungsbild zu geben. „Die Wurzel der Seefelder Tracht liegt in der Plateautracht. Sie bestand zum Beispiel bei den Männern aus einer kurzen Lederhose, die niemand mehr tragen wollte.“ Alt. Bgm. Erwin Seelos wollte etwas, was man zu repräsentativen Anlässen tragen kann. „Die Männer haben uns damals sehr gefordert“, schmunzelt Triendl. „Daher entwarfen wir gemeinsam mit dem Inzinger Schneider Georg Draxl einen Trachtenanzug. Anfangs haben sich viele Seefelder die Tracht angeschafft. Dann ging das Interesse zurück. Auch die Trachennähkurse hatten immer weniger Zulauf“, erinnert sie sich an ein ständiges Auf und Ab. „Eine Tracht ist keine Uniform“, meinen Andrea Neuner und Toni Hiltptolt, die nunmehr der Seefelder Tracht wieder mehr Bedeutung zumessen wollen. „Gerade bei festlichen Anlässen unterstreicht man aber seine Herkunft. Diese Tradition ist schön und soll erhalten werden!“ „Vielleicht könnte man bei der WM mit der Tracht punkten“, siniert Triendl. „Wir haben damals für die Damen einen Mantel entworfen, weil die Frauen alle sagten, bei kaltem Wetter ist ihnen zu kalt. Die blauen Mäntel würden sicher bei Anlässen wie Preisverteilungen auffallen!“ Um die Nachfrage anzukurbeln regen Neuner und Hiltpolt an, verstärkt an die Medien heranzutreten. Die Gemeinde, die noch über Lagerbestände verfügt, wird für die Kosten des Stoffes aufkommen. Geschneidert werden die Trachten von Schneiderin Theresia Grimminger. Sollte jemand Teile der Ortstracht zu Hause haben und sie nicht mehr benötigen oder sich etwas anfertigen lassen wollen, wird um Kontaktaufnahme mit GR Andrea Neuner (Tel. 0664-4228646) ersucht. Auch eine Leihbörse für die Erstkommunions- und Firmkinder, bei der man die Ortstracht kostenlos ausleihen kann, ist bereits eingerichtet.