Nostalski-Rennen der Krüner Junggesellen

Zum 8. Nostalski-Rennen kamen 66 Teilnehmer.

„Was, mit diesen alten Brettern wollen sie in den Skiurlaub fahren?“

Diese Frage stellte im Zug zwischen München und Weilheim ein Mitfahrer an Daniela Freytag. Die in Heilsberg/Thüringen beheimatete Verkäuferin wohnt seit sieben Jahren in Krün und wollte heuer zum ersten Mal beim Nostalskirennen der Junggesellen mitmachen. „Bei meinen Eltern habe ich mir die alten Ski und Klamotten besorgt. Damit mich keiner kennt, habe ich noch einen Schleier vors Gesicht gezogen und mich als Pumpernickel-Ella angemeldet“.

Erkannt hat sie Junggesellenchef Alois Stelzl trotzdem. Er informierte die 66 Teilnehmer über Neuerungen. „An der aufgebauten Mittelstation muss jede Läuferin und jeder Läufer einen Schnaps trinken, sonst gibt es eine 10-Sekunden Zeitstrafe. Wer mehr Stamperl trinkt, bekommt aber keine Zeitgutschrift“. So ließ sich Magdalena Schober bei ihrer Talfahrt den Schnaps von den zwei „Kellnern“ Franz Kriner junior und Hubert Mayr junior – sie hatten auf zwei Süddeutschen Kaltblut-Pferden auch die Junggesellen-Standarte zum Rennen gebracht – in den Mund schütten, um keine Zeit zu verlieren. Genutzt hat es nicht so viel- sie wurde Fünfte. Der älteste Teilnehmer war Altbürgermeister Hans Neuner(Hackl)aus Mittenwald. „Zeit, dass es losgeht“, meinte der 75-Jährige, „von meinen Stecken fallen schon die Riemen ab. Trotzdem zeigte er auf der Sprungschanze einen Dreher und kam auf den 15. Platz.

Überhaupt wurden alle gefeiert, die mit einem oder zwei Skiern, laufend oder liegend ins Ziel kamen. Einen Stockerlplatz haben sich aber auch die beiden Moderatoren Martin Ceeh als Markus Wasmeier und Max Achatz als Armin Assinger verdient. Ihr Hintergrundwissen sorgte für permanente Lacherfolge. „Diese Technik der Backenbremse wird nicht alt“, meinte Ceeh bei einer ungewollten Rutschpartie. „Der hat seine Gondoliere-Ausbildung in Venedig abgebrochen, weil der Stecken zu kurz war“, kommentierte Achatz einen zögerliche Fahrt ins Tal. Die Zuschauer warnte er: „Achtung, Hunde festhalten, jetzt kommt der Schappi“. Abschluss war das Mannschaftsrennen mit vier Läufern, bei denen einer über die Schanze musste und die Zeit des Letzten gewertet wurde. Eine echte Junggesellen-Gaudi eben, die bis zur Siegerehrung mit Tanz im Bayrish Pub in Wallgau anhielt.

Die Sieger:

Damen ohne Kante: 1. Terese Brenner & Steffi Schauer beide 59,6 Sekunden, 3. Andrea Härtl 1,02,73 Minuten, 4. Steffi Reindl(Krün/1,06,06), 5. Magdalena Schober (1,11,09). 6. Laura Brumbach(1,11,42), 7. Susi Härtl(1,14,12), 8. Verena Mandl(1,16,24), 9. Vroni Partenhauser(1,27,65), 10. Vroni Reindl (1,31,75). – Damen mit Kante: 1. Katherl Kamelly 55,43 Sekunden, 2. Julia Schwarzenberger(1,01,06 Minuten, 3., Michaela Weber(1,05,02), 4. Anna Landscheid(1,11,17), 5. Steffi Reindl(Oberammergau), 6. Kathrin Babylon (1,57,52). 7. Kathrin babylon(1,57,52. – Herren ohne Kante: 1. Christoph Klotz 45,90 Sekunden, 2. Martin Willibald(46,54), 3. Bernd Wilde (48,90), 4. Hans Sanktjohanser(50,20), 5. Sebastian Baumann(51,68), 6. Xaver Pinsel(52,00), 7. Thomas Siegl(53,31), 8. Christian Schaeblen(55,73), 9. Hans Buchwieser(57,32), 10. Hannes Höck(1,02,01 Minuten). – Herren mit Kante: 1. Sepp Kloiber 42,48 Sekunden, 2. Florian Klump(44,36), 3. Carl Schauer (47,59), 4. Hubert Pleyer(48,18), 5. Sepp Lindebner (49,15), 6. Markus Vogl(49,45), 7. Klaus Heufelder (50,43), 8. Georg Schwarzenberger(50,48), 9. David Pölzl(54,02), 10. Helmut Fries(55,37). –

Mannschaftswertung (14 Teams): 1. Team Alaska 1 mit Hans Benz, Florian Kinshofer, Karl Schauer und Klaus Heufelder, 2. Bergwacht Krün, 3. „Die 3 Rass“. 4. „Bayerischer Jagdverband“, 5. „Hurra die Gams“.