Planungen fürs Mauracherhaus vergeben

So wird sich das Mauracherhaus künftig in der Nacht präsentieren (Visualisierung: ARGE Architekturhalle/Iliova).

Das neue Reither Gemeindezentrum wird rund 3,7 Mio. Euro netto kosten, berichtete Bgm. Dominik Hiltpolt bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, bei der die Architekten und Ingenieursleistungen für die Sanierung des Mauracherhauses vergeben wurden. Inklusive Mehrwertsteuer und dem Ankauf einer Tiefgaragenebene im dahinterliegenden Carisma-Bau wird Reith also fast 5,3 Mio Euro in das neue Gemeindehaus investieren. Auch eine zentrale Heizanlage für alle Gemeindeeinrichtungen inklusive Pfarre und Feuerwehr soll untergebracht werden. Obwohl es bei den vorangegangenen Tagesordnungspunkten über das Mauracherhaus um viel mehr Geld gegangen war, löste die Verlegung eines Fernwärmenetzes eine lange Debatte aus. Nachdem man derzeit zur Verlegung von Lichtkabeln und Highspeed-Internet das gesamte Dorfzentrum aufgräbt, schlug Bgm. Dominik Hiltpolt vor, in der Dorfmitte auch eine Verrohrung für eine zentrale Heizanlage vorzusehen, an die Musikpavillon, Pfarrwidum, Schule, Vereinshaus und Kindergarten angeschlossen werden können. GR Peter Told bat, auch die Heizung im Feuerwehrhaus anzuschließen: „Die Anlage wurde vor mehr als zehn Jahren provisorisch saniert. Sie muss händisch geregelt werden. Die Betriebskosten sind extrem hoch.“ Uneinig war man auch darüber, ob man mit einem einzigen Heizkessel das Auslangen für alle Gemeindebetriebe finden werde. Alt-Bgm. Hannes Marthe sprach sich zum Beispiel für eine duale Lösung aus: „Wenn im Winter eine Heizung ausfällt, kann man die zweite rasch auf Vollbetrieb hochfahren!“ Statt den von Bgm. Hiltpolt vorgeschlagenen Verlegekosten in der Höhe von 18.000 Euro einigte man sich schließlich auf 35.000 Euro, mit denen man auch das Gebäude der Florianis mitversorgen kann. Bgm. Hiltpolt und GR Told werden sich gemeinsam ein Bild über den Zustand der Feuerwehrheizung machen. Rund 390.000 Euro kosten die Planungsarbeiten am Mauracherhaus. Neben den Architekturleistungen wurden Planungsaufträge für die Haustechnik, Elektro, Licht Bauphysik, Baustellenkoordination und Projektmanagement vergeben. GR Christian Eichberger kritisierte, dass für einen Teil der Aufträge auch heimische Unternehmen in Frage gekommen wären. Bgm. Hiltpolt klärte auf, dass diese zwar gefragt wurden, aus Termingründen aber absagen mussten. Nachdem die Honorare an die Baukosten gebunden sind und bei einer Kostenexplosion des Projekts stark steigen könnten, regte Marthe eine Deckelung an. Bgm. Hilpolt: „Die Kosten wurden mit 3,7 Mio. Euro netto geschätzt und dabei wurde ein großer Posten für Unvorhergesehenes eingerechnet. Außerdem müssen alle Vergaben durch den Gemeinderat beschlossen werden.“ Auch das Projektmanagement sei für die Einhaltung der Kosten verantwortlich.