Reicht Schutzzaun am Fußballplatz?

Bgm. Isabella Blaha (Foto: Archiv).

13 Tage nach dem Rücktritt von GR Artur Pfeifer traf sich der Scharnitzer Gemeinderat zu einer neuerlichen Sitzung. Nur zehn von 13 Gemeinderäten waren anwesend. Nach ein paar verbalen Feindseligkeiten wurde das Protokoll der jüngsten Sitzung nicht genehmigt. In der Folge gab es aber durchwegs sachorientierte Debatten und einstimmige Beschlüsse. Notwendig geworden war die Sitzung, da man noch vor dem Winter ein Salzsilo errichten und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen beim Fußballplatz ergreifen sollte. Bgm. Isabella Blaha trug dafür ein von der Fa. Porr eingebrachtes Angebot vor: Um zwei zusätzliche Tore und einen höheren Schutzzaun bei der Bundesstraße zu errichten, sollten 24.000 Euro beschlossen werden. Bereits im Oktober erfolge die Abnahme. Dafür sei es zwar nicht zwingend notwendig, das Angebot anzunehmen, man wolle es aber nicht darauf ankommen lassen, dass es zu einem Unfall komme. GR Ing. Peter Reinpold wandte ein, dass der Fußballplatz von einem Sportplatzspezialisten geplant und von Fachfirmen ausgeführt wurde. Bereits vor mehr als einem Jahr habe er angefragt, ob die Sicherungsmaßnahmen entlang der Bundesstraße ausreichen: „Auch ich will es nicht auf ein Schadenserreignis, womöglich mit Verletzten, ankommen lassen. Aber die Vorgehensweise verstehe ich nicht. Außerdem hat das Land zugesagt, das Geld für die Fußballplatzverlegung zu zahlen.“ GR Michael Ecker meinte, dass man die Abnahme abwarten solle: „Wird ein Schutzzaun gefordert, wurde der Platz nicht fachgerecht ausgeführt und ist zu sanieren. Wird der Platz frei gegeben, können wir immer noch selbst einen höheren Zaun errichten. Dafür können wir zwischenzeitlich günstigere Angebote einholen!“ Dieser Meinung schlossen sich auch die übrigen Räte an. Auch der Antrag der Gemeinderäte Reinpold, Peifer und Lechthaler auf Erlassung der Wasser- und Abwassergebühren für die private Gartenbewässerung wurde abgelehnt, da ein System mit eigenem Zähler und zusätzlicher Ablesung als zu aufwendig empfunden wurde. Trotzdem beauftragte man die Ausschüsse, Regelungen anderer Gemeinden anzusehen und bis Frühjahr einen gangbareren Vorschlag einzubringen. „Sinnvoller wäre es, das Gießen mit Regenwasser durch einen Regentonnenzuschuss zu fördern“, meinte etwa Ersatz-GR Kevin Schmidt. Den Beschluss über die Vergabe der Statikerleistung zur Errichtung eines Salzsilos weitete man kurzerhand auf das Gesamtprojekt aus. GR Ecker: „Im Vorjahr haben wir 11 Tonnen Salz verbraucht. Heuer kommt die gesamte Bundesstraße dazu. Die Bauhofmitarbeiter müssen das Salz aus 20kg-Säcken in den Unimog schütten. Wenn man rechnet, dass wir künftig bis zu 20 Tonnen verbrauchen, würde das eine unzumutbare Mehrbelastung bedeuten. Wir müssen also handeln und noch vor dem Wintereinbruch einen Silo errichten!“ Die Arbeiten wurden vergeben, der Silo bestellt. Bei der nächsten Sitzung will man beschließen, ob man ihn gleich zahlt oder budgetschonend als Mietkauf erwirbt.