Reith: Minimaler Schuldenanstieg

Das Reither Gemeindezentrum wird vorerst ohne Kredit finanziert (Rendering: Architekturhalle/Iliova).

Der Bau des neuen Reither Gemeindezentrums wird sich nur unmerklich auf die jährliche Schuldenrückzahlung auswirken, berichtete Bgm. Dominik Hiltpolt im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung. Da ein Kredit ausläuft und die Gemeinde vorerst keine Zwischenfinanzierung für das Gemeindezentrum aufnehmen muss, wird nur ein Kredit für den Ankauf einer Tiefgaragenebene beim Gemeindeamt benötigt.
Konkret wird sich das auf den Schuldendienst der Gemeinde so auswirken: Durch die günstigen Zinsen erhöhen sich die jährlichen Rückzahlungen von 2019 bis 2021 von 77.000 Euro auf 98.300 Euro. Ab 2022 werden es dann nur mehr 69.000 Euro sein, weil dann der nächste Kredit ausläuft. Vergeben wurde der Kredit, wie auch ein Kontokorrentkredit für die Wahrung der Liquidität an die Raiffeisenbank Seefeld, die sich als Bestbieter herausstellte.
Einstimmig genehmigt wurde auch die Einreichung der Planunterlagen für das Gemeindezentrum zur baurechtlichen Genehmigung. Alt-Bgm. Johannes Marthe regte an, das Raumkonzept im Gemeindeamt insbesondere aber im Bereich von Küche und Bar für den Veranstaltungssaal planlich noch einmal zu überdenken: „Ich spreche hier als Gastronom. Wenn die Kellner unnötig komplizierte Wege gehen müssen, kommt es zwangsläufig zu Behinderungen!“
Obwohl mehrere Gemeinderäte kritisierten, dass Marthe und seine Listenkollegen bei den Planungssitzungen fehlten, will Bgm. Hiltpolt die Anregungen Marthes berücksichtigen: „Noch gibt es ausreichend Möglichkeiten, in die Detailplanungen einzugreifen. Konstruktive Vorschläge sind auch weiterhin willkommen!“
Auf Grund eines schweren Unfalls auf der Leutascherstraße wurde vom Land eine Fiakerspur am Gehweg beim Wildsee angeregt. Die Gemeinderäte waren sich einig, dass das Problem nicht die Gemeinde Reith betreffe und Reith die Maßnahmen nicht mitfinanzieren werden.