Reith: Parkplätze unter die Erde

Vom Mauracherhaus wird nur der Stadel abgerissen. Dahinter entsteht eine Wohnanlage. (Foto: Rangger)

Schon in absehbarer Zeit entsteht beim Mauracherhaus in Reith eine neue Wohnanlage. Der Stadel wird geschliffen. Der vordere Bereich des Gebäudes wird zum Gemeindeamt. Auch eine Geschäftszeile ist angedacht. Um den Wegfall von 26 bis 30 Parkplätzen im Ortszentrum zu kompensieren, hat der Reither Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, um 682.000 Euro eine Tiefgaragenebene im Wohnprojekt zu erwerben. Errichtet wird die Wohnanlage nicht von der ursprünglichen Einreichfirma ZIMA, sondern von der Charisma Immobilien 3 GmbH, einer Nachfolgegesellschaft, die das Projekt gekauft hat. Mit den Abbrucharbeiten des Stadels soll schon in den nächsten Wochen begonnen werden. Auf Anregung von Arch. Christian Eichberger wird die Gemeinde das wertvolle Altholz aufbewahren, um es für Gestaltungsmaßnahmen im Bereich des neuen Gemeindeamts einer neuen Verwendung zuführen zu können. „Ansonsten können wir das Holz auch verkaufen“, so GR Maria Gapp. Bgm. Dominik Hiltpolt berichtete: „Wir haben mit der Errichtergesellschaft intensive Verhandlungen geführt und auch ein Gegenangebot eingeholt. Durch den Preisnachlass von mehr als 90.000 Euro wäre der Bau der Garage selbst dann teurer, wenn die Gemeinde die Stellplätze selbst errichtet!“ Die Gemeindeparkplätze sollen bewirtschaftet werden und sind durch eine von der Wohnanlage getrennte Schrankenanlage zu regeln. „Vier Parkplätze werden für den Eigenbedarf der Gemeinde reserviert. Rund dreißig Parkplätze stehen für rasche Erledigungen kostenlos zur Verfügung. Wer länger parkt, muss eine Gebühr zahlen. Durch die Bewirtschaftung ersparen wir uns auch einen Großteil der Umsatzsteuer“, so der Bürgermeister. Bgm. Friedl Berger ergänzte: „Mit dieser Parkanlage tragen wir auch zur Ortsbildverschönerung bei. So können wir vor dem Mauracherhaus einen kleinen, autofreien Dorfplatz gestalten. Die parkenden Autos verschwinden unter der Erde!“ Die Einfahrtshöhe in die neue Tiefgarage beträgt komfortable 2,4 Meter. Die Stellplätze sind gar 2,55 Meter hoch. Finanziert wird ein Teil des Projekts durch Rücklagenauflösungen. 182.000 Euro fallen an Erschließungskosten an, die die Gemeinde wieder direkt in dieses Projekt investiert. Der Kauf der Tiefgaragenplätze wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. Der endgültige Kaufvertrag wird nochmals vom Gemeinderat geprüft, so der Wunsch Hiltpolts.