Reith spart und plant Gemeindeamt um!

Obwohl erste Baumaßnahmen bereits gesetzt sind, wird aus Kostengründen die Planung fürs neue Gemeindezentrum komplett überarbeitet (Foto: Rangger).

Mit einem Paukenschlag endete die jüngste Reither Gemeinderatssitzung: „Da wir mit der durch das Gewölbe vorgegebenen Raumanordnung im Parterre des Mauracherhauses nicht zufrieden waren und die Kosten durch die Statikplanung zu explodieren drohten, haben wir uns zu einer Umplanung durchgerungen“, so Bgm. Dominik Hiltpolt. Das Amt kommt in den ersten Stock, Keller und Saal werden teilweise eingespart.

Einzig Alt-Bgm. Johannes Marthe sprach sich vehement gegen die Umplanung aus: „Noch haben wir die Chance, das alte Gebäude zu schleifen und einen kompletten Neubau hinzustellen. Dann haben wir die komplette Planungsfreiheit und müssen nicht mit unerwarteten Sanierungsfallen rechnen!“

Listenkollege DI Christian Eichberger widersprach: „Aus Ortsbildgründen bin ich für den Erhalt des alten Bauernhauses!“ Dieser Ansicht schlossen sich auch die anderen Gemeinderäte an. Man wird auf den großen Gemeindesaal im ersten und zweiten Obergeschoss verzichten und im Parterre neben Geschäftsräumlichkeiten einen 86 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum errichten. Im ersten Obergeschoss soll das Gemeindeamt und im zweiten eine großes Archiv und der Sitzungssaal entstehen.

Gegen das Vorhaben, den Keller weitgehend einzusparen, wandte ein Zuhörer ein, dass man diesen als Lager für die geplanten Geschäfte brauche. Finanziell sollen sich jedenfalls die Gesamtkosten um eine bis 1,4 Mio. Euro reduzieren lassen. Bgm. Dominik Hiltpolt: „Wenn wir einen Neubau hinstellen, stellen wir auch den Landeszuschuss (2,4 Mio. Euro) in Frage!“