Rohbau des Infozentrums im Zeitplan

Rechtzeitig zum Wintereinbruch wurde auch der Rohbau des Infozentrums fertig. „Mit den Bauarbeiten liegen wir zeitlich und finanziell voll im Plan“, erklärte kürzlich Naturpark-GF Hermann Sonntag bei einer Pressekonferenz. Für Bgm. Isabella Blaha ist die Entwicklung in der Länd nach der Eröffnung der Umfahrung ein weiterer Baustein, um den Ort neu zu beleben.
„Das neue Infozentrum ist für uns die Chance, um Scharnitz als westliches Tor ins Karwendel zu positionieren und die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Karwendel und der Olympiaregion weiter zu intensivieren“, meinte die Ortschefin. Architekt Benedikt Gratl stellte den anwesenden Journalisten die Baustelle vor: „Es wurde großer Wert auf die Energiebilanz und natürliche Baumaterialien gelegt. Das Foyer ist ganzjährig geöffent und beherbergt auch die öffentlichen WC-Anlagen. Im fast 250 Quadratmeter großen Innenraum gewährt eine große Aussichtsscheibe Ausblicke auf den Spielplatz und das Holzermuseum. Ein kleines, in einem nach oben gerichteten Trichter befindliches Fenster zeigt den Gipfel der Hohen Gleirsch und soll die Besucher wie ein Beschleuniger ins Karwendel katapultieren!“ „Dass sich Natur und Tourismus nicht ausschließen, sehen wir an diesem Bau, der am Rand DES Naturschutzgebietes positioniert und auch umweltfreunlich mit Bahn, Bus oder Rad zu erreichen ist“, erklärt Stephanie Jicha, Zweite Vizepräsidentin des Tiroler Landtags.
Christian Wandl, Vorstand des Tourismusverbands: „Uns und unsere Mitarbeiter spornt so ein Neubau an, touristisch neue Akzente in Scharnitz zu setzen. Natürlich rechnen wir vor allem von Frühjahr bis Herbst mit zahlreichen Wanderern und Mountainbikern. Wenn aber der Klimawandel voranschreitet und es die Lawinensituation zulässt, könnte man durchaus auch im Winter an eine Öffnung des Karwendels denken. Immerhin ist es der oberste Wunsch aller Gäste, die intakte Natur zu erleben!“
Die Gesamtkosten (Museum, Infozentrum und Außenbereich) belaufen sich auf rund 2,1 Mio. Euro und liegen nach der Rohbauphase im Promillebereich unterhalb des geplanten Finanzrahmens, so Architekt Gratl. Eine Mio. kommt aus Innterreg-Mitteln. Weitere Gelder kommen aus dem Tourismusfond, aus nationalen Naturschutzgeldern und Bedarfszuweisungen. Für den Eigenanteil von ca. 750.000 Euro kommen Gemeinde und Olympiaregion zu gleichen Teilen auf.