Scharnitz wird Kletter-Eldorado

Heinz Zak bei der Arbeit im Wettersteinkalk der Ahrnspitze (Foto: STV/V/ Neuner).

Auf Initiative von Heinz Zak wird derzeit in Scharnitz der Klettergarten am Fuß der Ahrnspitzen erneuert – berichtete GR Stefan Draxl bei der jüngsten Scharnitzer Gemeinderatssitzung. Mehr als 30.000 Euro werden vom Tourismusverband Seefeld investiert. Die Eröffnung soll Mitte September erfolgen.
„Bereits in den 1980er Jahren wurde in diesem Felsmassiv geklettert“, so Zak in einem Schreiben an den Scharnitzer Gemeinderat. „Die Routen wurden beliebig installiert, der Klettergarten wurde in mehreren Führern beschrieben. Schließlich musste der Kletterbetrieb wegen der Arbeiten am Umfahrungstunnel eingestellt werden.“
Da Zak erfuhr, dass das Gebiet nach der Tunneleröffnung wieder benützbar sein werde, trat er an Tvb und Gemeinde heran, den gesamten Klettergarten zu sanieren: „Das Hakenmaterial bzw. die Art und Weise, wie Routen dort installiert wurden, entspricht keineswegs dem mittlerweile genormten Standard und es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis etwas passiert.“
Zak wollte das unbedingt vermeiden. Außerdem musste die Parkplatzsituation gelöst werden, da die Kletterer dort einfach wild parkten. Nunmehr wird es klare Regeln geben: Kein Klettern ab 20 Uhr, Parken nur mit Kurzparkzone, ab nächstes Jahr kommt ein Parkautomat. Am Erholungsplatz unterhalb der Wand werden ein WC und Bänke aufgestellt.
Während der Bericht über den Klettergarten Zustimmung und keine Diskussionen auslöste, kam es bei der Umwidmung zur Schaffung von wohnbaugeförderten Objekten beim Friedhof (1708 Quadratmeter) zu heftigen Debatten. GR Peter Reinpold verwies auf die Wichtigkeit dieses Grundverkaufs auf Grund der budgetären Lage und warf Blaha vor, die Abstimmung im Gemeinderat um einen Monat hinausgezögert zu haben. Die Parzellierung soll nunmehr durch den Bauausschuss erfolgen. Der Sozialausschuss soll ein Gespräch mit den Interessenten führen und dann umgehend die Gründe vergeben.
Knapp 85.000 Euro kostet die Erschließung eines neuen Siedlungsgebiets in Gießenbach. Damit die Gemeinde für diese Kosten nicht in Vorlage treten muss, wurde eine Verordnung zur Einhebung vorgezogener Erschließungskosten eingeführt.
Debatten gab es auch über die Ausgabe von Parkkarten für Nutzer des Paintball-Geländes bzw. für Scharnitzer, die mit ihren Hunden im Bereich Mühlberg und Ried Gassi gehen wollen. Während man den Hundebesitzern keine Jahresparkkarten ausstellen wird, erhät der Paintball-Anbieter fünf Karten, die er Sportlern für die Zeit der Platzbenützung aushändigen kann.Helle Aufregung löste auch das Gerücht aus, dass das Land heimische und ausländische Problemfälle im Kloster Scharnitz unterbringen will. In einem geharnischten Brief soll Bgm. Blaha den Behörden mitteilen, dass der Gemeinderat geschlossen gegen ein solches Ansinnen sei!