Seefeld schießt Bund Geld vor

Als Geschäftsführer der WM Sportanlagen haftet Bgm. Frießer persönlich (Foto: Archiv).

Zähneknirschend, aber einstimmig beschloss kürzlich der Seefelder Gemeinderat eine Darlehensaufnahme in der Höhe von vier Mio. Euro zur Abdeckung des WM-Baukontos. Während das Land Tirol bereits neun Mio. Euro überwiesen hat, sind vom Bund weder die nötigen Förderverträge noch das Geld da.

Bgm. Werner Frießer erklärte seine persönliche Situation: „Als ehrenamtlicher Geschäftsführer der WM-Sportanlagen GmbH erteile ich den Firmen Aufträge und kann diese aber nicht bezahlen, wenn die Förderungen vom Bund ausbleiben. Vom Land gibt es zwar eine Garantieerklärung, dass wir nur 20 Prozent der WM-Kosten zu tragen haben und LH-Stv. Josef Geisler hat zugesagt, bei einem Ausfall von Bundesgeld einzuspringen. Für die Bank zählen aber solche Versprechen nicht. Ich brauch einen Kredit, damit ich den Firmen ihr Honorar geben kann!“

GV Markus Hiltpolt meinte: „Wir haben 2015 unseren WM-Beitrag mit 4,5 Mio. gedeckelt. Wenn wir jetzt vier Millionen aufnehmen, dann haben wir bereits deutlich mehr bezahlt, als es der Gemeinderat wollte. Was passiert, wenn es dann noch zu Kostenüberschreitungen kommt?“

Bgm. Frießer versicherte, das er mit Händen und Füßen daran arbeite, den Kostenrahmen einzuhalten: „Wir haben eine halbe Mio. eingespart. Bei der Sanierung der WM-Halle kommen 150.00 Euro dazu!“ Einstimmig beschloss man, das Geld dem Bund vorzuschießen.