Seefeld übernahm in Lahti die WM-Fahne

Die Seefelder Delegation am Seefeldstand in Lahti. (Foto: Gapp)

Ab sofort ist Seefeld der nächste Austragungsort der FIS Nordischen Ski-WM. Mit der Fahnenübergabe bei der WM-Schlussfeier in Lahti übernahmen die ÖSV Delegierten gemeinsam mit Bgm. Werner Frießer, OK-Sekretärin Yvonne Kirnbauer und Tvb-Geschätsführer Elias Walser auch offiziell die Ausrichtung dieses bedeutenden Sportwettbewerbs. In Lahti war eine 20-köpfige Delegation aus Seefeld vertreten. Neben Mitarbeitern des Tourismusverbands waren vor allem Skiclub-Mitglieder eingeladen, die auch bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld organisatorische Führungsaufgaben zu tragen haben. Kirnbauer gegenüber der PZ: „Im September vergangenen Jahres begann ich mit der Organisation der Reise. Ich hatte ein begrenztes Budget zur Verfügung und musste den Kreis der Mitfahrenden sehr eng halten. Ich machte die Reservierungen und legte das Programm fest, welches während der zwölf Tage in Finnland zu absolvieren war!“ Zwei Vertreterinnen des Tourismusverbands verteilten während der Wettkampftage auf einem Werbestand in Form einer Tiroler Hütte mehr als 13.000 Prospekte. Die restlichen Reiseteilnehmer aus Seefeld wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Jene, die am Shadowing-Programm teilnahmen, begleiteten jene finnischen Organisationsteammitarbeiter, welche die gleichen Aufgaben erfüllten, wie sie die Seefelder bei der Heim-WM ausüben werden. Die zweite Delegation nahm am sogenannten Study-Programm teil, bei dem die Organisatoren von Lahti den Seefeldern Einblicke in die WM-Infrastruktur, das Marketing, den Aufbau des Pressezentrums und das Incoming gaben. Am 3. und 4. März veranstalteten die Seefelder auch zwei „Seefeld-Abende“ zu denen sie Medienvertreter und FIS-Delegierte einluden. Kirnbauer: „Wir haben ein Restaurant direkt beim Medal Award Plaza ausgesucht. Dort haben die Mountain-Monkies aus Seefeld aufgespielt, die auch während der Bewerbe durch die Sportstätten gezogen sind und schwungvolle Werbung für Seefeld gemacht haben!“ Auch Glücksgöttin Fortuna half den Seefeldern, dass diese Abende überaus erfolgreich verliefen. Denn Skispringer Stefan Kraft holte an einem der beiden Tage einen seiner WM-Titel und so konnten die ÖSV-Funktionäre den strahlenden Sieger und mit ihm zahlreiche Sportler, Funktionäre und Medienvertreter beim Seefeld-Abend begrüßen. Zum Abschluss der WM erfolgte durch die FIS die offizielle Fahnenübergabe an den ÖSV als Veranstalter und die Gemeinde Seefeld als Ausrichter der nächsten WM. „Es war ein bewegender Moment. Plötzlich war die Heim-WM so nah“, so Kirnbauer. „Genau so schnell, wie wir die Fahne in Händen hielten, war sie aber auch schon wieder verstaut. Niemand von uns ahnte, mit welchen Argus-Augen die FIS-Vertreter die Fahne bewachten!“ Nach der Rückkehr gilt es nun die Erfahrungen von Lahti aufzuarbeiten und für die Organisation in Seefeld zu nutzen. Kirnbauer: „Persönlich hat sich meine Einstellung gegenüber Finnen völlig verändert. Sie waren nicht introvertiert, sondern überaus hilfsbereit und gastfreundlich. Der Unterschied zu Seefeld ist, dass es in Lahti sehr viel Platz gibt. Bei uns muss alles auf sehr engem Raum abgewickelt werden. Unser Vorteil ist natürlich die nahe Hotellerie und Gastronomie, mit der wir sicherlich bei Sportlern, Funktionäre, Medienvertretern und Zuschauer punkten werden. In den kommenden Tagen werden wir uns nicht von den Strapazen der Reise erholen, sondern sofort Hand anlegen, denn es sind nur noch knapp zwei Jahre, und die Heim-WM wird beginnen!“