Traktorspinner will ans Kaspische Meer

Penibel geplant ist die Reise Kluckners mit seinem Steyr, BJ 1956 (Foto: Kluckner).

Der Leutascher „Traktorspinner“ Kurt Kluckner hat ein neues Ziel: „Seit Februar​ ​plane ich ​meine​ ​neue​ ​Traktorreise​ ​nach Osteuropa. Dort kann ich nämlich mit 15 km/h auf meinem alten Steyr-Traktor sehr viele verschiedene Kulturen erleben!“ Der​ ​Abfahrt​szeitpunkt ​ist​ ​bereits fix: Am​ ​14.​ ​April​ ​führt​ ​ihn die Reise von Leutasch nach Herrmannsacker (Ostdeutschland), über Berlin nach Polen (Warschau), Litauen (Vilnius), Lettland (Riga), Estland (Tallinn) nach Russland (Sankt Petersburg): „Wenn meine Planung stimmt, bin ich am 2. Juni nach ca. 2800 Kilometern in der zweitgrößten Stadt der Sowjetunion. Dorthin fliegt mir nämlich meine Frau nach, um eine Woche lang​ ​die​ ​bekannten​ „Weißen​ ​Nächte​“ näher kennen zu lernen. Nach der Abreise seiner Gattin reist auch der Leutascher weiter. Allerdings nicht im Tempo eines Flugzeugs, sondern jenem, das ihm der tuckernde Motor seines Traktors vorgibt („Das ist eine Therapie“). Die weiteren Ziele sind Moskau, Woronesch und Elista in Kalmückien, wo er sich neuerlich mit seiner Gattin trifft. „Elista in Südwest-Russland ist das einzige Gebiet in Europa, das buddistisch ist“, erzählt er. „Das interessiert uns besonders, weil dieser Glaube nur in Asien vorkommt. Nach einer Woche gemeinsamen Urlaubs geht meine Fahrt weiter zum Kaspischen Meer nach Lagan dann Richtung Georgien und Verkhny Lars. Dort habe ich dann ​ca.​ ​3100​ ​km​ ​zurückgelegt ​und​ ​es​ ​müsste​ ​so um den​ ​19.​ ​Juli​ ​sein.“ Die weitere Reiseroute führt über Tiflis, Batumi und Sarpi in die Türkei. „Über Ankara, Istanbul, wo ich wieder eine Woche Pause mache“, so Kluckner, „geht es nach Edirne über Bulgarien (Sofia), Serbien, Bosnien, Herzegowina (Sarajevo), Kroatien, Slowenien zurück nach Österreich. Über Villach, Lienz, das Pustertal und den Brenner möchte ich nach weiteren 5200 Kilometern Anfang Oktober wieder in Leutasch eintreffen. Das wäre mein Traum für das Jahr 2018. Ich versuch so viel wie möglich mit der Bevölkerung Kontakt zu haben. Wenn man die Sprache nicht beherrscht, dann geht‘s immer am besten mit dem Traktor“, weiß er von seinen bisherigen Reisen durch Westeueropa.