„Unspektakuläres“ Feuerwehrjahr

Ehrung für 60-jährige Zugehörigkeit zur Seefelder Wehr. (Foto: Holzknecht)

(ghh) Traditionell gut besucht und harmonisch verlief die 122. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Seefeld im SKZ. Kdt. Markus Gapp und seine Vorstandskollegen konnten eindrucksvolle Zahlen über das abgelaufene Jahr bekannt geben. 11 Brände, 23 technische Einsätze, 6 Brandsicherheitswachen und 55 Fehlausrückungen haben die Florianis stark gefordert. Hinzu kam eine Vielzahl von Übungen und Schulungen, wie z.B. die wöchentlichen Übungsabende für die Feuerwehrjugend, und tausende Kilometer an Fahrleistung. Mit dem Umfahrungstunnel in Scharnitz kommt auf die Seefelder Wehr eine völlig neue Aufgabe zu. Zu diesem Zweck waren sie bereits vor Ort und haben die Baustelle besichtigt. Außerdem waren drei Mann in der Schweiz, um mit Kollegen Erfahrungen bei Tunnel­einsätzen auszutauschen. Die Fahrzeuge erhalten teilweise Sonderausrüstungen, die eine entsprechende Aus- und Weiterbildung nötig machen. Auch der Atemschutz wurde inzwischen weiter verstärkt: Die Kameraden Heinrich Leitl, Klemens Schmid und Anton Schünemann erhielten bei der entsprechenden Leistungsprüfung das Abzeichen in Gold. Bis zur Inbetriebnahme des Tunnels wollen die Seefelder jedenfalls gerüstet sein für alle Eventualitäten. Am Ende wurden auch zahlreiche Feuerwehrmänner geehrt bzw. befördert. 60 Jahre bei der FFW Seefeld sind Egon Schönegger, Rudolf Stark und Harald Suitner, 50 Jahre Rainer Hroch. Matthias Schwenniger wurde zum Probefeuerwehrmann, Gabriel Tibeth zum Feuerwehrmann, Sebastian Faller und Alexander Seelos zum Oberfeuerwehrmann und Stefan Auer und Markus Schieferer zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Ätsch: Fehlalarm Im Durchschnitt einmal pro Woche ist die Seefelder Feuerwehr im vergangenen Jahr – meistens nachts – umsonst ausgerückt. Fehlalarm! Traurig aber wahr: Es sind nur einzelne Hoteliers, ein paar „schwarze Schafe“ oder „Stammkunden“, wie‘s die Florianis nennen, die lieber 60 Mann aus dem Bett springen lassen, als entsprechende technische Vorkehrungen zu treffen oder geschultes Personal einzustellen. Denn in vielen anderen großen Hotels, die ebenfalls Saunen und Wellnessanlagen betreiben, gibt es das ganze Jahr über keinen Feuer-Alarm. Aber man kann sich das alles natürlich auch sparen oder sich auf mangelnde Sprachkenntnisse berufen. Schließlich spenden wir ja jedes Jahr für die Feuerwehr! Freiwillig. Das meint Euer Harti