Verbindungen der Bike-Wege

Sichere Übergänge für Mountainbiker sind das erklärte Ziel! (Foto: Hiltpolt).

Ein Einspruch gegen die Bebauungsplanänderung in der Citypassage wurde in der jüngsten Seefelder Gemeinderatssitzung genauso diskutiert wie der Baufortschritt bei den WM-Baustellen sowie beim Seekirchlprojekt. Der Gemeinde wurde der Ankauf des Milchhofs angeboten. Für E- und Mountainbiker regte GR Anton Hiltpolt den Ausbau von Verbindungswegen an. „Der Tourismusverband kauft zahlreiche E-Bikes“, so Hiltpolt. „Gäste, die nach Scharnitz oder Reith fahren wollen, müssen die Seefelder Straße queren und das ist angesichts des massiven Verkehrsaufkommens für Familien und größere Gruppen fast unmöglich!“ Er schlug daher vor, den Steig zwischen Rosshütte und Playcastle zu einem Fahrweg auszubauen. „Auch die Unterführung von Krinz zur Volksschule und die Fußgängerüberführung zur Rosshütte könnte man nutzen“, so Hiltpolt, der auch auf den Vorschlag von Verkehrsplaner DI Helmut Köll verwies, rund um Seefeld einen Radweg zu errichten. GR Mag. Sepp Kneisl freute sich, dass die erste Baustufe des Seekirchlsees bereits fertig ist: „Im Frühjahr wird ein zweiter Teich entstehen und der Raabach verlegt. Zusammen mit dem neuen Spazierweg wird das eine gewaltige Attraktion für Seefeld!“ Er stellte dem Gemeinderat die Broschüre „Natur am Wildsee“ von Rudolf und Elisabeth Hofer vor: „In leicht verständlicher Sprache handelt es sich um eine gute Ergänzung zu den bestehenden Informationstafeln!“ Die in der letzten Sitzung beschlossene Bebauungsplanänderung für ein „Bed & Breakfast“-Hotel beim Bahnhof führte wegen eines Anraineranspruchs neuerlich zu Debatten. „Um den Parkplatzmangel zu entschärfen, müssen wir den Ist-Zustand am Albrecht-Parkplatz erheben“, so Kneisl. Großes Kopfzerbrechen hat Bgm. Werner Frießer wegen der WM-Baustellen: „Beim Schrägaufzug zur Sprungschanze kam es durch einen Fernwarteeingriff zu einem Unfall. Auch im Bereich Casino-Arena, beim Tvb.-Bauhof und bei der WM-Halle sind wir in Verzug, weil die Auftragslage der Firmen so gut ist, dass sie nicht rechtzeitg fertig werden!“

Radwegverbindungen am Plateau

In der jüngsten Seefelder Gemeinderatssitzung sprach GR Anton Hiltpolt das Problem der Radwege am Plateau an. PZ-Redakteur Bernhard Rangger führte aus aktuellem Anlass mit dem Mandatar von „Aktiv für Seefeld“ das folgende Interview.

PZ: Herr Hiltpolt, Sie haben im Verkehrsausschuss schon oft über den Ausbau der verschiedenen Schlüsselstellen für Radfahrer diskutiert. Passiert da jetzt irgendetwas?

Anton Hiltpolt: Im Zuge der TVB-Idee tausende E-Biker zusätzlich nach Seefeld zu locken und das Biken vermehrt zu bewerben, wird eine funktionierende Rad-Infrastruktur immer wichtiger. Wir wollen uns jetzt mit Nachdruck für die Verbesserungen der Radwege einsetzen, zum Beispiel in den Bereichen Anbindung Nord zum Hirnweg oder Überführung Loba, Radweg Reitstall und an vielen weiteren wichtigen Stellen. Es kann nicht sein, dass wir unsere ganzen Anstrengungen nur auf Loipenausbau und Schneekanonen richten. Wir sind doch eine Ganzjahresdestination. Darum appelliere ich an die Gremien, sich der Radwege endlich anzunehmen.

PZ: Das müsste aber plateauweit angegangen werden?

Anton Hiltpolt: Natürlich. Der Reither Bürgermeister ist sehr an einer Anbindung interessiert und denkt schon an eine Überführung beim Gewerbegebiet. In der Leutasch ist das Angebot entlang der Ache sehr gut.Von Seefeld nach Leutasch hakt es aber noch. Da muss man zumindest im Bereich Wildmoos für eine gute Beschilderung sorgen. Seefeld – Mittenwald ist ebenfalls gut erschlossen, die Seitentäler sowieso. Aber auch das Weitradnetz (z.B. von München nach Venedig) hat in den Bereichen Seefelder Plateau und Wipptal noch große Lücken. Da könnten wir zum Beispiel die Bahn mit regelmäßigen Radwagons einbinden, um den Zirlerberg zu umgehen. Also man sieht, dass wir uns Gedanken machen und mit ein wenig Begeisterung der Entscheidungsträger werden wir auch die nötigen Mittel lukrieren. PZ: Vielen Dank für‘s interessante Gespräch.