Vielbeachtete Olympia-Diskussion

Co-Autor der Machbarkeitsstudie Ralf Roth vor dem Publikum im Seefelder Klosterbräu (Foto: ProMedia).

Volle Säle, viele interessierte Zuhörer und eine fundierte Auseinandersetzung mit einer möglichen Bewerbung von Tirol für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2026 – in den vergangenen Wochen stießen die ersten Informationsveranstaltungen mit hunderten Besuchern u.a. in Hochfilzen, Innsbruck, Silz, St. Anton und Seefeld auf große Resonanz. Tirol hat beste Chancen als Wegbereiter für neue Spiele Wintersportgeschichte zu schrei­ben. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur und Sportstätten habe Tirol ideale Voraussetzungen und könne mit einem neuen Konzept der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit, Regionalität, sowie Wirtschaftlichkeit international punkten, so das Ergebnis der im Juni präsentierten Machbarkeitsstudie. Studienautoren wie Hubert Siller (MCI), Ralf Roth (Sporthochschule Köln) und Philipp Groborsch (Solid) stellten sich im Rahmen der ersten umfassenden Informationsveranstaltungen zusammen mit Tirols Sportlandesrat LHStv. Josef Geisler, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel den Fragen des interessierten Publikums. „Diese Aufklärungsarbeit rund um den Nutzen für die Bevölkerung ist extrem wichtig und wird in den kommenden Wochen weiter intensiviert“, betonen Geisler und Kaufmann. „Wir wollen mit einem neuen Konzept die Sportler wieder in den Mittelpunkt stellen und sind überzeugt, dass damit starke Impulse und Wirtschaftseffekte für den gesamten Standort verbunden sind.“ Im Mittelpunkt vieler Fragen standen bei der Veranstaltung im Seefelder Hotel Klosterbräu auch die Bewerbungskosten, die von den Experten mit maximal fünfzehn Millionen Euro beziffert werden. Die internationalen Werbeeffekte, die Regionen bereits rund um die Bewerbung lukrieren, lägen aber bereits in dieser Phase deutlich über den Ausgaben. Tatsächlich ist das Medieninteresse bei Olympischen Winterspielen enorm. Zuletzt wurden die Spiele weltweit von 2,1 Milliarden Menschen in 220 Ländern verfolgt