Warten auf Förderzusage des Bundes

Bgm. Frießer (mit Min. Doskozil) war in Wien und hat zumindest einen Großteil der Mittel zugesagt bekommen (Foto: Archiv)

WM-Bürgermeister Mag. Werner Frießer ist derzeit gehörig unter Druck: Besprechungen, Sitzungen, Besichtigungen uvm. wechseln einander ab. Der Ortschef wickelt nämlich neben seinen Bürgermeisteraufgaben auch die WM-Baustellen mit einem Volumen von knapp 25 Mio. Euro ab! Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist es, die Finanzmittel zu sichern: Deshalb reiste er auch am 27. September nach Wien, um mit den zuständigen Beamten im Sportministerium vor der Nationalratswahl zu einer Bundes-Finanzierungszusage zu kommen: „Die Gespräche sind sehr gut verlaufen. 8,5 Mio. Euro wurden uns zugesagt. Für diese Summe sollen wir nun eine Förderzusage erhalten!“ Ist damit alles in Ordnung? „Nein, denn das Schriftstück ist noch nicht da. Außerdem hängt eine Mio. Euro in der Warteschleife. Es handelt sich um Geld für die Transformatoren, die man für die Veranstaltungsabwicklung braucht. Auch die Finanzierung der Fläche des Fitneßstudios wird nicht aus dem Topf der Sportförderung finanziert, auch wenn die Schüler des Skigymnasiums Stams dort trainieren wollen!“ Woher soll das Geld dann fließen? „LH Günther Platter hat uns zugesagt, dass das Land für jene Subventionen einspringt, die der Bund nicht übernimmt. Am Aufteilungsschlüssel wird nicht mehr gerüttelt!“ Wie bleibt man ohne Förderzusage liquide? „Die Gemeinde hat einen Haftungsrahmen übernommen. Das Land hat bereits einen Teil seiner Förderungen überwiesen. LH Stv. Josef Geisler hat versprochen, dass eine weitere Tranche heuer noch überwiesen wird. Vorerst kommen wir damit über die Runden.“ Ist man mit den Baustellen im Zeitplan? „Leider nicht überall. Der Speicherteich wird bereits befüllt. Noch fehlen die Kühltürme. In der Casino-Arena und beim Volunteersgebäude sind wir im Zeitplan. Für den Tourismusbauhof finden wir keine Firma, die die nötigen Fertigteile produziert. Bei der WM-Halle hat eine Firma die Ausschreibung gewonnen, die derzeit nicht in der Lage ist, die Arbeiten umzusetzen. Die riskieren sogar ein Pönale!“ Gibt es einen Plan B, wenn man irgendwo nicht fertig wird? Frießer: „Den haben wir längst für alle Baustellen festgelegt. Die Pistenbullys werden heuer vermutlich weiter in der WM-Garage stehen. Dort muss zumindest der Stiegenaufgang fertig werden. Bei der Tourismusverbandsjahreshauptversammlung und bei der Bergweihnacht werden wir die Toiletten in Containeranlagen verlegen.“