Wirbel um Reither Schneeräumung

Das Einsatzteam Andreas Wanner, Josef Haidegger und Martin Gapp war eine Woche lang fast ununterbrochen im Einsatz. (Foto: Gemeinde Reith).

Gar nicht erfreut war Bgm. Dominik Hiltpolt, als er kürzlich bei den heftigen Schneefällen mit dem Schienenersatzverkehr Richtung Reith fuhr und der Busfahrer den Fahrgästen mitteilte, er könne den Ort nicht anfahren, weil dort die Schneeräumung nicht funktioniere. „Das haben sich unsere Mitarbeiter nicht verdient, öffentlich so verunglimpft zu werden“, schimpfte er und schaltete einen Anwalt ein.
Als der Bus dann doch nach Reith fuhr, war die Straße perfekt geräumt und gesalzen. „Nur weil der Fahrer einen Stress hat oder sich das Montieren von Schneeketten ersparen will, kann er sowas nicht einfach machen, zumal auch die Bundesbahn die Auskunft gab, dass die Fahrer ausnahmslos alle Haltestellen anzufahren haben.“
Beim Busunternehmen handelte es sich um eine Firma aus Fulpmes, die nun binnen einer gesetzlichen Frist den Vorwurf widerrufen muss: „Natürlich gibt es auch in Reith bei solchen Schneefällen wie vor zwei Wochen Beschwerden und Maschinen, die den Schnee einfach schlucken können, hat noch niemand erfunden. Unser Bauhof war aber fast eine Woche lang Tag und Nacht mit drei Personen und Unterstützung durch die Firma Mauracher im Einsatz und hat seine Sache großartig erledigt. Dort wo Schäden entstanden sind, werden diese von den Mitarbeitern im Amt abgearbeitet und mit der Versicherung abgeklärt. Da wird niemand auf einem Schaden sitzen bleiben“, so Hiltpolt. Er appeliert an die Bevölkerung, sich im Falle von Mängeln direkt an die Gemeinde zu wenden: „Auch wir wollen die Schneeräumung ständig verbessern. Aus der Luft gegriffene Vorwürfe wie von diesem Busfahrer können wir aber nicht auf uns sitzen lassen!“