„WM soll großes Fest für alle werden“

Alois Seyrling, Christian Scherer (ÖSV), Bgm. Werner Frießer und Elias Walser (Foto: Holzknecht).

Die öffentliche Gemeindeversammlung der Ge­meinde Seefeld vergangenen Mittwoch stand ganz im Zeichen der FIS Nordischen Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld. Gemeinsam mit Tvb-Obmann Alois Seyrling, Geschäftsführer Elias Walser und WM-Koordinator Christian Scherer präsentierte Bgm. Mag. Werner Frießer den Stand der WM-Vorbereitungen. Alle betonten, dass die WM ein „großes Fest für alle“ werden soll. Der Ortschef startete seine Ausführungen mit einem Rückblick auf das Seefeld Nordic Weekend im Jänner: „Obwohl wir 15.000 Zuseher vor Ort und mehr als 15 Mio. vor den TV-Geräten verzeichneten und alles reibungslos funktionierte, konnte das Organisationsteam viele wertvolle Rückschlüsse für die WM 2019 gewinnen!“ Bei den WM-Bauten, wie zum Beispiel den neuen Loipen, der Beschneiungsanlage, dem Basisgebäude, demTechnical Center, dem Volunteers-Center und der WM-Halle wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Die gesamte WM-Infrastruktur soll auch in Zukunft wertvolle Dienste für die Seefelder Bürger leisten. Deshalb wird derzeit auch das Raumangebot im neuen Glasturm in der Casino-Arena überarbeitet, damit der Skiclub in Hinkunft keine Container mehr anmieten muss. Bis in den Herbst wird das Areal rund um das Seekirchl mit einer Teichlandschaft wunderschön gestaltet und der Bahnhof sowie die neue Verkehrsachse von der Andreas-Hofer-Straße zum alten Feuerwehrparkplatz errichtet. Ziel dieser Maßnahmen sei es, den Verkehrsfluss im Ort auch in der Hochsaison flüssiger zu gestalten. Während der WM wird es in der Möserer Wiese für die Kameras möglichst versteckte Parkplätze für Funktionäre und Journalisten geben. Ansonsten möchte man möglichst alle Zuseher mit Öffis nach Seefeld bringen. Auffangparkplätze in Gießenbach, Telfs und Innsbruck werden zur Verfügung stehen. Tvb-Geschäftsführer Elias Walser erklärte, warum die Olympiaregion statt eines teuren Werbekonzepts in die Großveranstaltung WM 2019 investiere: „Ein Budget von drei Mio. Euro ist bei Print- und TV-Werbung rasch verbraucht. Durch die WM werden weltweit Menschen auf Seefeld aufmerksam. Auch wenn wir im kommenden Jahr wegen der vielen Einzelzimmerbelegungen einen Gästerückgang verzeichnen werden, können wir in den Folgejahren mit einem deutlichen Aufschwung rechnen!“ Er appelierte an alle Vermieter, zusätzliche Zimmer für den WM-Zeitraum zur Verfügung zu stellen: „Wir brauchen noch ca. 500 Betten!“ Außerdem informierte er, dass in der Zeit zwischen 4. Feber und 9. März 2019 alle WM-Loipen sowie die Loipe nach Auland, Mösern und Wildmoos gesperrt werden müssen. Für die Gäste gibt es einen Shuttlebuszubringer nach Wildmoos und Leutasch sowie von Mösern zum Lottensee. Tvb-Obmann Alois Seyrling präsentierte ein Konzept, wie man die WM-Zuseher nach den Bewerben und der Preisverteilung mit einem attraktiven Konzept am Abend in die Fußgängerzone locken will: „Sie ist das Aushängeschild unseres Ortes. Wir wollen daher den Bereich zwischen Bahnhof und SKZ in eine niveauvolle Flaniermeile verwandeln, in der so eine Art Schneefeststimmung herrscht, wie wir sie von früher kennen!“ Einheitlich gekleidetes Personal, ein eigenes Lichtkonzept und Musik, die im gesamten Ortskern einheitlich ist, sollen dafür sorgen. Auch in den Regionsorten will man Zeichen setzen, dass die Gäste erkennen, dass sie in der WM-Region sind. WM-Koordinator Christian Scherer machte klar, dass mit der Austragung einer FIS-WM auch Rechte und Pflichten verbunden sind: „Wenn ihr Fragen habt, kommt zu uns. Wir werden nach kreativen Lösungen suchen. Jene, die die Marketing- und Medienrechte von der FIS erworben haben, kennen nämlich kein Pardon, wenn man dagegen verstößt!“ Er kündigte an, dass die Ticketpreise (Verkauf ab Mai) moderat sein werden und es für Seefelder und deren Gäste Preisnachlässe gibt. Es werden drei VIP-Bereiche und sieben Zuschauertribünen errichtet. Die Eröffnungsfeier wird aus emotionalen Gründen beim Seekirchl abgehalten. Dieses Fest ist frei zugänglich und soll als kleines Dankeschön an die Einheimischen verstanden werden, die durch die WM-Baustellen viele Unannehmlichkeiten auf sich nehmen mussten. Bei den anschließenden Zuschauerfragen wurden das Müllkonzept für die WM, die exakten Ticketpreise und Alternativen für Gäste, die sich nicht für die WM interessieren, diskutiert. Christian Scherer abschließend: „Wir haben die Preise von Lahti im Schnitt halbiert, da wir volle Stadien wollen. Außerdem ist es uns wichtig, dass auch die Einheimischen bei der WM dabei sind!“