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Strahlenbelastung trotzdem hoch

Nachdem A1 in der PZ-Dezemberausgabe die Messergebnisse für Seefeld offenlegte und darauf verwies, dass die Strahlengrenzwerte um mehr als 90 Prozent unterschritten werden, meldete sich nun die Bürgerinitiative „Xund“ wieder zu Wort: „In manchen Ortsteilen von Seefeld sind die Werte dennoch gesundheitsgefährlich. Die Grenzwerte in Österreich sind willkürlich und die Gemeindeführung solle unbedingt handelt“, so die „Xund“-Proponenten.
Josef Glas und Romy Kirchmair meinen gegenüber der PZ: „Die Mobilfunkfirmen berufen sich auf die offiziellen Grenzwerte, die von den Sendemasten im Seefeld eingehalten und deutlich unterschritten werden. Auf der anderen Seite stehen eine Reihe stichhaltiger Studien, die die Bedenklichkeit von Mobilfunk aufzeigen. Eine Studie von 2004 aus der deutschen Kleinstadt Naila, die fast 1000 Patientendaten untersucht hat und zum Schluss kommt, dass im Nahbereich von 400 m um die Sender das Krebsrisiko innerhalb von 10 Jahren um das 2,3-fache erhöht ist, kann nicht einfach mit statistischen Schwächen wegdiskutiert werden. Die Sendeleistung des Naila-Masten mit 15 Watt und 4 Kanälen war weit weniger als es die der heutigen Sender in der Olympiastraße mit in Summe 280 Watt ist. Damit wurden trotz Einhaltung der Strahlengrenzwerte massive gesundheitliche Schäden verursacht.“
Sie berufen sich auch auf die Ärztekammer: „Viele Leute fühlen sich jetzt schon von zu viel Mobilfunk, Wlan und ähnlichem in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt und eine Reihe von Ärzten berichtet von umfangreichen EHS-Krankheitsbildern aus ihren Arztpraxen mit der eindringlichen Warnung vor den nicht abzusehenden Langzeitfolgen!“
Sie fordern daher, dass Bgm. Ing. Mag. Werner Frießer auf Ärztekammer und Umweltmediziner hört, und sich auf politischer Ebene dafür einsetzt, Masten in den Wohngebieten entfernen zu lassen.

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