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Reith wird Großgrundbesitzer

Die Gemeinde Reith erwarb kürzlich von einem Landwirt rund 35.000 Quadratmeter Wald und rund 4.700 Quadratmeter Wiese. „Wir haben keinen direkten Bedarf für die Gründe. Dennoch ist es von großem Vorteil, wenn wir über mögliche Tauschflächen verfügen“, so Bgm. Dominik Hiltpolt. Auch der Rest des Gemeinderates stimmte dem 90.000-Euro-Grundstücksdeal zu.
Alt-Bgm. Johannes Marthe wollte vom Ortschef wissen, ob der Kaufpreis auch budgetär abgedeckt werden könne. Hiltpolt: „Diese Frage hab ich doch schon bei der jüngsten Vorstandssitzung beantwortet, bei der auch du anwesend warst. Es geht sich nicht leicht aus. Da uns der derzeitige Besitzer aber zugestanden hat, dass wir heuer 60.000 Euro und die restlichen 30.000 erst im nächsten Jahr bezahlen müssen, konnten wir die Summe im Budget unterbringen.“ Ein weiteres Zuckerl ist, dass die Verbücherung schon heuer erfolgt. Der Bürgermeister weiter: „Warum wir mit dem Budget im Hintertreffen sind, ist hinlänglich bekannt. Wir haben erst seit 2. Jänner mit Christoph Nairz einen neuen Finanzverwalter und dieser muss den Voranschlag erst erstellen. Er soll in der Febersitzung beschlossen werden.“
GR Erich Hendl wollte wissen, ob die Gründe auch anderen Landwirten angeboten wurden. Hiltpolt: „Zum Glück nein! Normalerweise erfahren wir solche Grundverkäufe erst bei der Eintragung ins Grundbuch. Es war auch keine Interessentenregelung nötig, da die Gemeinde davon ausgenommen ist.“

GR DI Christian Eichberger schlug vor, auf dem Feldgrundstück unterhalb des Bahnhofs einen großen Pendlerparkplatz zu errichten! Vorerst wurde aber kein Verwendungszweck für die Gründe festgelegt. Der Ortschef: „Möglicherweise werden wir die Waldgrundstücke selbst bewirtschaften. Das Feld brauchen wir vor allem für Tauschgeschäfte!“

Die erst Anfang der Sitzung vom Bürgermeister auf die Tagesordnung reklamierte Debatte über die Ansiedlung eines Hotelprojekts von einem börsennotierten Immobilieninvestor wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiert: „Der Unternehmer möchte seinen Namen nicht öffentlich bekannt geben. Nur wenn ein grundsätzliches Interesse der Gemeinde da ist und sich ein passender Grund findet, will er am Plateau aktiv werden“, so Hiltpolt.

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