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Mittenwalder Hotel wird Personalhaus

(WK) Das am nördlichen Ortseingang gelegene Traditionshaus soll ein Personalhaus für die Angestellten von Schloss Elmau werden. Geschäftsführer Dietmar Müller-Elmau hat bereits 2015 das von Wirtin Anna Hornsteiner geführte Haus erworben und im Dezember 2020 beim Bau- und Umweltausschuss einen Antrag auf einen Neubau gestellt.
Mit dem im Januar 2021 bereits genehmigten Antrag musste sich das Gremium jetzt erneut beschäftigen. Anlass war der von Müller-Elmau neu eingereichte Tektur-Antrag. Die darin aufgeführten Änderungen erläuterte Marktbaumeister Ralf Bues: „Die zuvor geplanten zwei Treppenhausanbauten werden nicht mehr drei- sondern nur noch zwei Meter breit. Damit verringert sich die Grundfläche um zehn- auf 520 Quadratmeter und liegt unter der bestehenden Bebauung.“
Verkleinert wird auch die Traufhöhe. „Der Neubau“, so Bues, „ist jetzt mit 10,31 Meter rund 30 Zentimeter niedriger und verspricht eine Ansichtsverbesserung.“ Auch im Innenausbau ändert sich etwas. Anstatt 42 sind jetzt nur 41 Wohneinheiten jeweils mit Bad und Kochmöglichkeit geplant. Im Außenbereich bleibt es bei 13 Pkw-Stellplätzen, von denen 9 östlich und 4 westlich des Gebäudes erstellt werden. Eigentlich dürften laut Garagen- und Stellplatzverordnung bei Arbeiterwohnheimen nur maximal sieben oberirdische Stellplätze errichtet werden. „Diese Abweichung von der Orts-Gestaltungs-Satzung (OGS) haben wir schon im ersten Antrag genehmigt“, erinnerte Bues, „da der im östlichen Teil des Areals durchfließende Lainbach den Bau einer Tiefgarage mit Zufahrt nicht ermöglicht.“ Zudem sei die Abweichung städtebaulich vertretbar, da nachbarliche Belange unberührt bleiben“.
Hier fragte Florian Lipp (Freie Wähler) nach, was die Marktgemeinde unternehmen kann, wenn sich herausstellt, dass diese Plätze nicht ausreichen. „Der Arbeitgeber hat uns versichert“, gab Bues bekannt, „dass zur Beförderung der Mitarbeiter ein Shuttlebus-Service eingerichtet wird.“ Nachdem Bürgermeister Enrico Corongiu daran erinnerte, dass durch die vom Marktbaumeister aufgezählten und vom Bauherrn beantragten Änderungen eine Verbesserung der Fassadenoptik erreicht wird und die zu versiegelnden Bereiche reduziert werden, wurde der Tekturantrag sowie die Abweichung vom § 10 der Ortsgestaltungssatzung durch den Ausschuss einstimmig genehmigt.

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