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Direktvermarktung als Chance

Im Rahmen der diesjährigen Bezirksrunde besuchte die Spitze der Landwirtschaftskammer den „Wirtseppelerhof“ von Simone und Matthias Neuner in Leutasch. Im Mittelpunkt stand der Jahresschwerpunkt für 2021, die Direktvermarktung, und die gestiegene Nachfrage nach regionalen Produkten. Die Familie Neuner betreibt nämlich einen Hofladen und stellt eine breite Palette an Eigenprodukten selbst am Hof her.
„Die Tiroler Landwirtschaft produziert hervorragende Lebensmittel von höchster Qualität. Immer mehr Betriebe vermarkten diese direkt oder haben Interesse, neue Vermarktungswege zu beschreiten. Um dem gerecht zu werden, widmen wir uns als Landwirtschaftskammer heuer dem großen Themenfeld Direktvermarktung. Neben einem verstärkten Beratungsangebot wollen wir mit Best-Practice-Beispielen aufzeigen, welche individuellen Möglichkeiten sich auf den Betrieben bieten“, erklärte LK-Präsident Josef Hechenberger.
Gerade der Einstieg in die Direktvermarktung ist für viele eine große Hürde, da viele Aspekte zu beachten sind: „In der Direktvermarktung gibt es keinen Probelauf, da muss einfach alles passen“, ergänzte Landesbäuerin Helga Brunschmid. Bezirksbäuerin Karoline Schapfl wies auf die Bedeutung der Bäuerinnen als Botschafter der bäuerlichen Produkte hin. Bezirksobmann Thomas Schweigl berichtete, dass bereits 88 Betreibe im Bezirk konkretes Interesse an der Direktvermarktung bekundet haben.
Ein Beispiel für erfolgreiche Direktvermarktung ist der „Wirtseppelerhof“ in Leutasch. Simone und Matthias Neuner betreiben mit der Unterstützung von Matthias‘ Eltern Hella und Rudi den vielseitigen Biobetrieb. Neben der bäuerlichen Vermietung bildet die Direktvermarktung inklusive eines Selbstbedienungshofladens die wichtigste Einnahmequelle. Am Hof werden Mutterkühe, Schweine, Legehennen und Mastgeflügel gehalten. Zudem gibt es Kräuter, Gemüse und Kartoffeln. „Uns ist wichtig, alle Möglichkeiten, die sich auf dem Hof bieten, zu nutzen“, erklärt Matthias Neuner. „Außerdem versuchen wir regionale Synergien nutzen und arbeiten zum Beispiel mit dem Metzger im Ort zusammen. Das sichert Arbeitsplätze und die ganze Region profitiert davon.“
„Es macht wirklich Spaß, wenn man sieht, wie sehr sich die Leute für unsere Lebensmittel interessieren und wie gut die Produkte ankommen“, freut sich auch Bäuerin und Kräuterpädagogin Simone Neuner.

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