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Trotz Pandemie mehr Mitarbeiter

Dem „Einrichtungshaus Föger“ in Telfs-Pfaffenhofen geht es trotz Pandemie sehr gut – resümierten Stefan Föger und Hannes Haffner, die beiden Geschäftsführer, kürzlich im Rahmen des zweiten Sommer-Talks. Der Mitarbeiterstand konnte auf 140 Dienstnehmer und der Bruttoumsatz auf 128 Mio. Euro gesteigert werden. Da vor allem bei internationalen Produkten die Rohstoffpreise und Frachtkosten angezogen haben, könnten die Möbelpreise im 70. Bestandsjahr des Tiroler Familienunternehmens anziehen.
„In unserem Einrichtungshaus verkaufen wir vor allem regionale Produkte, doch ganz ohne Zukäufe aus dem Ausland geht es nicht. Zum Beispiel beim Leder, das aus aller Welt zu-gekauft wird. Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit die bestellte Ware termingerecht beim Kunden eintrifft“, erläuterte Haffner. „Bei Holz und Beleuchtungskörpern hat die Pandemie Spuren hinterlassen. Die Rohstoffpreise sind stark angestiegen, die Lieferketten sind immer wieder unterbrochen. Die Frachtkosten sind vor allem auch im Schiffverkehr nach oben geschnellt. Es ist zu befürchten, dass diese Entwicklung zu starken Preissprüngen führt“, ergänzte Föger. „Kostete die Verschiffung eines Containers von Asien nach Hamburg vor einiger Zeit noch 2.200 Dollar, so waren es vor einem Monat 13.000 Dollar, die für den Transport hingeblättert werden mussten. Das entspricht einer Versechsfachung!“
Beide gaben zu, dass die Möbelbranche von der Pandemie auch profitiert habe. Anstatt sich zurückzulehnen, hat man während der pandemiebedingten Sperre viele Dinge vorangetrieben und weiterentwickelt. Ein Volltreffer war zum Beispiel die Einlagerung von Gartenmöbeln. „Wir lagen mit der Annahme, dass man viele Gartenmöbel auf Lager haben soll, völlig richtig. Dadurch konnten wir gute Verkaufszuwächse erzielen“, schildert Föger. Während der Pandemie boomten in vielen Branchen die Einkäufe über das Internet. „Das betrifft die Möbelbranche weniger. Die Kunden wollen beim Kauf die Möbel anfassen und schon mal auf einer Matratze probeliegen.“
Erfreulich war schließlich die Umsatzentwicklung. Das „Einrichtungshaus Föger“ hat 2020 einen Bruttoumsatz von 128 Mio. Euro erwirtschaftet und beschäftigt aktuell 140 Mitarbeiter, die Frauenquote liegt bei 47 Prozent. Der Mitarbeiterstand könnte erhöht werden, wenn sich Fachpersonal finden ließe. Vom Facharbeitermangel ist nämlich auch das „Einrichtungshaus Föger“ betroffen. „Ausgebildete Tischler, Bodenleger und Personal für die Möbelmontage sind schwer zu finden, zudem gibt es im Oberland nur mehr wenige Tischlereien, die Lehrlinge ausbilden“, weiß Haffner und betont, dass auf das Wohl der Mitarbeiter stets geachtet wird. „Der menschliche Umgang mit den Beschäftigten wird in unserem Haus gepflegt. Bei uns zählt nicht nur das Wachstum. Wenn jeder Mitarbeiter darüber nachdenkt, wie etwas effizienter gelöst werden kann, dann kommen wir auch so voran. Für uns gilt das Motto der Nachhaltigkeit.“ „Wir machen uns Gedanken darüber, woher wir die Ware beziehen“, meint Föger. „Viele unserer Kunden wissen das. Außerdem wird von vielen großen Möbelketten in der Werbung was versprochen, aber nicht eingehalten. Vielleicht schauen da die Konsumenten künftig mal etwas genauer hin!“

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