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Reither Jahresergebnis eine Punktlandung

Der einzige Gemeinderat, der bisher nach dem Corona-Shutdown eine öffentliche Sitzung am Plateau abhielt, war jener in Reith. Im Mittelpunkt stand der Rechnungsabschluss, der mit einem Umfang von 6,9 Mio Euro ein Rekordergebnis ergab und mit einem Plus von 11.500 Euro beinahe eine „schwarze Null“ aufwies. Sogar Alt-Bgm. Johannes Marthe lobte die gute Arbeit im vergangenen Jahr.
Normalerweise müssen die Gemeinden den Rechnungsabschluß bis 31. März beschließen. Reith hatte das Zahlenwerk daher bereits im März öffentlich aufgelegt. Wegen des Sitzungsverbots während der Corona-Krise musste es am 16. April neuerlich kundgemacht werden. „Von der Bevölkerung gab es trotzdem keine Einwände“, betonte Bgm. Dominik Hilpolt, der zwecks Entlastung bei der Abstimmung den Saal verlassen musste.
„Das Gesamtergebnis ist deshalb so hoch, da die Gemeinde im vergangenen Jahr einen Großteil der Bautätigkeiten am neuen Gemeindezentrum abgewickelt hat“, erklärte Finanzverwalter Christoph Nairz. „Insgesamt weist es Überschreitungen von 1,03 Mio Euro auf, die so gut wie alle mit Gemeinderatsbeschlüssen abgesegnet wurden.“
Alt-Bgm. Marthe wies zwar daraufhin, dass der Verschuldungsgrad auf 55,89 Prozent angestiegen sei und man deshalb künftig sehr vorsichtig agieren müsse. Beim Müll habe die Gemeinde die Gebühren angehoben und mit 86.000 Euro einen satten Gewinn gemacht. Alles in allem lobte er aber die gute Arbeit im abgelaufenen Jahr und sprach sich wie alle anderen Gemeinderäte für die Entlastung des Bürgermeisters aus.
Bgm. Hiltpolt meinte angesichts der finanziell schwierigen Lage durch die Coronakrise: „Da wir einige schmerzhafte Ausfälle bei der Kommunalsteuer hatten und noch nicht abschätzen können, wie sich die Einnahmen entwickeln, haben wir vorerst mit keinen neuen Projekten begonnen, bis wir abschätzen können, was wirklich möglich ist!“
In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss die Gemeinde, ein Grundstück neben jener Wohnanlage am Weg zum Mühlberg an die Gemeinnützige Hauptgenossenschaft des Siedlerbundes zu verkaufen, deren Erschließungsweg den Gemeinderat seit nunmehr fast drei Jahren beschäftigt. Der gemeinnützige Wohnbauträger will dort fünf bis sechs leistbare Mietwohnungen errichten. Auch die Zufahrtssituation der Wohnanlage dürfte nun endgültig geregelt sein, da die Gemeinde mit der ehemaligen Besitzerin ein Übereinkommen abschließen konnte, mit dem der Weg ins öffentliche Gut übernommen werden konnte. Die Zufahrt erfolgt nunmehr über eine Straße mit Wendemöglichkeit. Die Gemeinde übernimmt die Erschließung der Siedlung mit Wasser und Kanal. Die ehemalige Besitzerin überweist einen Fixbetrag als Zuschuss zum Wegbau.

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