Start Allgemein Leutasch: Kommt Gesetzesänderung zu spät?

Leutasch: Kommt Gesetzesänderung zu spät?

Kurz vor Redaktionsschluss dieser PZ-Ausgabe beschäftigte sich sogar die Tiroler Landesregierung mit der Novellierung des Tiroler Camping-Gesetzes. Damit sollen Mobilheime auf 45 qm und 20 Prozent der gesamten Campingplatz-Standplätze beschränkt werden. Für Leutasch dürfte diese Regelung aber zu spät kommen. Viele Stellplätze wurden bereits verkauft, erste Mobile-Homes bereits aufgestellt.
Betrieben wird der Leutascher Campingplatz von Europarcs, dem selben Eigentümer, dem auch der Camping-Platz in Pettneu gehört. Während dieser bei der Vermarktung auf ein sogenanntes Investitionsmodell (man kauft sein Mobile-Home und nutzt es selbst oder vermietet es mit Kapital-Renditen von bis zu sechs Prozent), entsteht in Seefeld ein reiner Vermietungsbetrieb. Betrieben wird dieser von der Firma Landal Green Parks, die in ganz Europa solche Campingplätze betreibt. Man setzt auf treue Gäste: Familien die dort mehrfach Urlaube buchen, erhalten Sonderkonditionen.
Im Fall von Leutasch könnte der Zug in Richtung Mobile-Homes hingegen bereits abgelaufen sein. Seit Sommer wurden die Holzhäuser auf Rädern im Internet angeboten. Wie der Innsbrucker Anwalt der Fa. Europarcs Herbert Schöpf betont, kommt das Landesgesetz vier Monate zu spät. Die getätigten Investitionen waren ex lege schon genehmigt. Die Novelle sei eine Anlassgesetzgebung, die verfassungs- und europarechtswidrig sei. Bgm. Jorgo Chrysochoidis meint skeptisch: „Hoffentlich kommt die Novelle nicht zu spät? Die Regelung ist genau das, was sich der Leutascher Gemeinderat gewünscht hätte. Wir müssen jetzt allerdings abwarten, wie das Projekt eingestuft wird!“

Tirol.Camp unter den besten Europas
Allen Unkenrufen und Mobile-Home-Debatten zum Trotz darf sich Tirol.Camp in Leutasch beim begehrten camping.info Award wieder über den ersten Platz im Bundesland Tirol freuen. Umgeben von den mächtigen Bergen des Wetterstein- und Karwendelgebirges ist der Campingplatz im Winter ein idealer Ausgangspunkt zum Langlaufen und Skifahren.
Der Platz bietet den direkten Einstieg in ein 270 km langes Loipennetz und ist ein absoluter Tipp für Langläufer. Wie in der kalten Jahreszeit liegt der Schwerpunkt auch im Sommer in der Kombination aus Ruhe, Erholung und Sport. Mit Schwimmbad, Sauna, Wellnessbereich und Fitnessraum stellt der Platz das dafür entsprechende Angebot zur Verfügung. (Platzierung im Vorjahr: Europa 17, Österreich 5)
Seit fünf Jahren in Folge ist Camping Grubhof aus St. Martin bei Lofer der beliebteste Campingplatz Österreichs. In den letzten vier Jahren lag Camping Grubhof auch im europäischen Ranking auf dem ersten Platz. In diesem Jahr erreichte der Salzburger Campingplatz nur Rang zwei. Das hat das führende europäische Informations- und Buchungsportal für Campingurlaube www.camping.info im Rahmen des camping.info Awards 2021 ermittelt. Platz eins ging an den Campingpark Kühlungsborn aus Mecklenburg-Vorpommern. Auf Platz drei und vier befinden sich die Campingplätze Rosenfelder Strand Ostsee Camping (Schleswig-Holstein) sowie die oberösterreichische Anlage Camping Mondseeland. Österreich ist mit 20 Campinganlagen in den Top 100 und mit drei Plätzen in der Top 10-Rangliste vertreten.
Der camping.info Award, der 2021 bereits zum zehnten Mal vergeben wird, zählt zu den begehrtesten Auszeichnungen der europäischen Campingbranche. Grundlage der Auswertung ist die Zufriedenheit der Campingurlauber. In Summe gaben 173.000 Campinggäste 208.000 Bewertungen ab.

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