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Reither Budget trotz Corona ausgeglichen

Mit dem Verkauf des letzten Gewerbegrunds an den Seefelder Immobilienentwickler „nordweis-Unternehmensgruppe“ ist das Reither Gewerbegebiet nun endgültig voll. Auch eine Waldfläche hinter dem Recyclinghof im Ausmaß von 3.000 Quadratmetenrn wurde an eine Reither Baufirma verpachtet. Stolz zeigte sich Bgm. Dominik Hiltpolt, dass man trotz der Corona-Krise ein ausgeglichenes Budget im Finanzierungshaushalt erstellen konnte. Da Ausflügler und Skitourengeher regelmäßig den Liftweg verparken, was zu erheblichen Problemen bei der Schneeräumung führt, wurde ein Halte- und Parkverbot verordnet. Der ehemalige Liftparkplatz dient als Ersatz. In Auland soll eine alte PVC-Wasserleitung, die ständig birst, ausgetauscht werden.
Bgm. Hiltpolt berichtete, dass kürzlich eine für die Gemeinde extrem belastende gerichtliche Auseinadersetzung zu Ende ging. Seit dem Konkurs des Luxushotels Alpenkönig gab es unzählige Verfahren und Klagen der früheren Eigentümer: „Nunmehr sind alle gerichtlichen Auseinandersetzungen abgeschlossen und die Gemeinde Reith hat in allen Punkten Recht behalten. Sollte es zu keiner Wiederaufnahme eines Verfahrens kommen, wäre damit die nervige Causa erledigt!“
Das Budget für das Finanzjahr 2021, das im Finanzierungshaushalt Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 4,7 Mio. Euro vorsieht, wurde ebenso wie alle anderen Tagesordnungspunkte einstimmig beschlossen. Hiltpolt berichtete, dass die Gemeinden eigentlich vom Land angehalten sind, ihr Budget bis 31. November kundzutun. Aufgrund der vielen Unsicherheiten durch den Corona-Lockdown sei es aber sehr schwierig gewesen, das entsprechende Zahlenmaterial zu bekommen: „Nicht einmal vom Land hatten wir im Dezember schlüssige Zahlen. Viele wurden dann auch wieder revidiert. Wir mussten sogar Änderungen an den Haushaltszahlen vornehmen, die wir ausgehängt hatten!“ GR Erich Hendl fragte, ob die kürzlich vom Bund in Aussicht gestellten Zusatzförderungen für Gemeinden im Budget bereits berücksichtigt sind. Dazu der Ortschef: „Wir können diese Zahlen erst einarbeiten, wenn uns die genaue Höhe bekannt gegeben wird. Derzeit ist es sinnvoller, möglichst vorsichtig zu agieren, und Projekte erst dann anzugehen, wenn Mehrgelder tatsächlich eintreffen.“ Unter anderem sei daher noch kein Geld für den Bau der Lärmschutzwand Krins budgetiert, so der Bürgermeister.
Erfreut zeigte sich Hiltpolt, dass man trotz der engen Budgetvorgaben die wichtigsten Projekte erledigen kann. Unter anderem muss die Gemeinde noch 30.000 Euro für einen bereits im Vorjahr gekauften Grund und die Schlussrechnung für das neue Gemeindezentrum bezahlen. Für den Breitbandausbau wurden 60.000 Euro vorgesehen. Besonders vordringlich ist der Austausch einer Wasserleitung in Auland, die im vergangenen Jahr bereits zehn Mal und heuer einmal geplatzt ist.
Das letzte freie Gewerbegrundstück im Ausmaß von 1.287 Quadratmetern hinter dem Landesstraßenbauhof wird an die „nordweiß-Unternehmensgruppe“ zu den in Reith üblichen Bedingungen verkauft. Der vorwiegend nachhaltige Immobilienentwickler will seine Büros in Seefeld, Innsbruck und Mittenwald in Reith vereinen und dort acht Mitarbeiter dauerhaft beschäftigen. Alle Gründe im Gewerbegebiet sind somit veräußert!
Am Liftweg wurde auf Antrag der Firma Mauracher ein Halte- und Parkverbot verordnet. Eine Regelung wurde erforderlich, da Ausflügler die Zufahrt zum oberen Teil des Liftweges verparkten und sogar die Betriebszufahrt nicht gewährleistet war. Es werden Hinweisschilder angebracht, dass am ehemaligen Liftparkplatz ausreichend Stellplätze zur Verfügung stehen.
Da Reith bisher für manche Straßenzüge wegen der A1-Arus-Stationen keine Bundesförderungen für den Ausbau des Glasfasernetzes erhielt, will man die bereits bezahlten Förderungen zurückzahlen und sich der Förderaktion „Breitbandoffensive Tirol“ anschließen. Das Land fördert nämlich nur Gemeinden, die vom Bund kein Geld erhalten. Unterm Strich bekommt Reith so mehr Geld, meinte der Bürgermeister. Bereits heuer sollen 125.000 Euro fließen. Im Zuge dieses Vertrags schloss man sich auch an die Entstörungsbereitschaft der Breitbandserviceagentur Tirol an, die im Störungsfall auch in der Nacht und an den Wochenenden binnen 12 Stunden Abhilfe verspricht.
Schließlich verpachtet der Gemeinderat der Firma Johannes Mauracher acht Jahre eine 3.000 Quadratmeter große Fläche hinter dem Recyclinghof als Zwischenlager für verwertbares Aushubmaterial. Die Baufirma muss selbst das bewaldete Areal adaptieren und die Zufahrt errichten.

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