Start Allgemein Plateau tritt Regionalmanagement Ibk-Land bei

Plateau tritt Regionalmanagement Ibk-Land bei

In allen Gemeinden des Seefelder Plateaus musste im August bzw. September ein Beschluss gefasst werden, ob man dem Regionalmanagement Innsbruck-Land beitreten und so zur Leader-Gemeinde werden wolle. In Leutasch, Seefeld und Reith erfolgten diese Beschlüsse einstimmig, in Scharnitz war von „Phrasendrescherei“ und „zwangsvergattern“ die Rede.
Auffällig war, wie sehr die Präsentation zur Entscheidungsfindung beitrug. In Reith stellte Vize-Bgm. Friedl Berger, in Seefeld GR Erna Andergassen das Thema sachlich vor: Bis Anfang 2022 kann man sich bei der EU für das lokale Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum bewerben. Das Seefelder Plateau wollte sich ursprünglich der Leader-Region Außerfern anschließen. Als aber im Bezirk Innsbruck-Land Bestrebungen entstanden, ein eigenes Regionalmanagement zu gründen, entschied man sich ob der räumlichen Distanz zum eigenen Bezirk. Zum Obmann wurde Bezirkshauptmann Mag. Michael Kirchmair gewählt. Der Mitgliedsbeitrag soll einen Euro pro Einwohner betragen. Mit diesem Geld werden 2,5 Vollzeitäquivalente als Mitarbeiter angestellt, die die Maßnahmen koordinieren. Ziel ist es, bis 2027 ca. 40 Mio. Euro an Fördermitteln von EU, Bund und Land abzuholen. Um die Gelder beantragen zu können, wurden im Rahmen eines Themenworkshops Aktionsfelder wie Wettbewerbsfähigkeit, Natürliche Ressourcen, Soziale Innovation, Klimaschutz sowie Innovation bzw. Beschäftigung festgelegt.
Bgm. Jorgo Chrysochoidis in Leutasch erklärte seinen Gemeinderäten den Sinn des Vereins so: „Leutasch hat in der Geisterklamm schon einmal von einem Interregprojekt finanziell sehr profitiert. Bei Leader braucht man kein länderübergreifendes Projekt. Die Entscheidungen fallen in der Region, wo die Fördermittel auch eingesetzt werden!“
Die Scharnitzer Bürgermeisterin Isabella Blaha sprach hingegen von einer Überrumpelung. GR Peter Reinpold meinte, dass es sich beim Antragsschreiben um oberflächliche Phrasen handle und er sich vom Landeshauptmann nicht „zwangsvergattern“ lasse. Die Entscheidungen in den übrigen Gemeinden fielen einstimmig, jene in Scharnitz endete nach vielen derben Worten mit einer Gegenstimme.

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