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Physische Anwesenheit von Vorteil

Die Steinrösler Sänger haben Ende Mai, sobald es die gesetzlichen Vorgaben aufgrund von Covid19 erlaubten, den Probenbetrieb wieder aufgenommen und waren froh, dass man sich wieder zum Singen treffen durfte. Erst noch im Freien (am Pavillon) und später auch wieder wie gewohnt im Vereinshaus.
Den ersten offiziellen Einsatz hatte man zu Fronleichnam. Die Sänger durften mit einer kleinen Gruppe (acht Sänger plus Chorleiter) die „Feldmesse“, welche vor der Kirche Oberleutasch stattfand, mitgestalten (Prozession gab es keine). Aber wenige Wochen später beim Kirchtag in Unterleutasch war ein Singen mit dem ganzen Chor möglich. Bei schönstem Wetter gab es eine Feldmesse mit anschließender Prozession (nur das Kirchtagsfest durfte nicht stattfinden), und alle hatten eine Freude, dass wenigstens dies möglich war.
Am 22. Juli war es dann sogar möglich, den „Magdalena-Kirchtag“ in (fast) gewohnter Manier abzuhalten. Es gab eine Messe, eine Prozession und ein Kirchtagsfest, das aufgrund der „Corona-Maßnahmen“ heuer am Platz hinter der Wettersteinhalle durchgeführt wurde. Die Steinrösler haben zusammen mit dem Leutascher Kinderchor ein kurzes Ständchen beim Fest gegeben und dann wieder den Kuchen-, Kaffee- und Kirchtagskrapfenverkauf durchgeführt. Es war eines der ersten möglichen Feste in diesem Jahr, und es war daher äußerst gut besucht. Die Stimmung war dementsprechend ausgelassen. Alle freuten sich sehr.
Während einer dreiwöchigen Zwangspause im August (corona- und urlaubsbedingt) hat Chorleiter Julian probiert, die Sänger via Youtube beim „häuslichen“ Proben und Singen zu unterstützen. Man versuchte dieses neue Medium zu nutzen, kam aber rasch zum Entschluss, dass Proben mit physischer Anwesenheit aller Beteiligten von Vorteil ist.
Im Herbst folgte man einer Einladung des Interalpen-Hotel Tyrol und konnte dort an einem Abend den „Cocktail“ vor dem Abendessen der Gäste musikalisch umrahmen. Die anschließende Fünf-Sterne-Verköstigung blieb allen in guter Erinnerung – die Sänger danken dafür.
Außerdem hat man im September noch das Angebot des Chorverbandes Tirol zu einer Stimmbildung für alle Sänger genutzt. Mit Rita Tratter fand man dank Chormitglied Timo Rauth eine erfahrene Stimmbildnerin, die extra aus Hall zu mehreren Terminen ins Vereinshaus gekommen ist und in Zweiergruppen die Stimmbänder der Sänger mit einfachen Übungen geölt bzw. aufpoliert hat. Ein großes Dankeschön jeweils an Timo für die unermüdliche Suche und an Rita für die gute Betreuung und Schulung.
Diese „Geheimschulung“ kon­nte man sich dann gleich darauf am 9. Oktober beim Jahreshighlight – der Hochzeit von Obmann-Stellvertreter Alexander Kluckner mit seiner Mercedes – zu Nutze machen. Nachdem die beiden ihre Trauungszeremonie bereits von 2020 auf dieses Jahr verschieben mussten, war es allen natürlich ein großes Anliegen, dass die Feierlichkeit heuer umso festlicher und schöner vonstatten gehen wird. Bei Traumwetter konnten die Sänger Mercedes und Alexander musikalisch bei ihrem Ja-Wort begleiten, und anschließend durfte man noch ein Stück der Hochzeitstorte genießen. „Auf diesem Wege wünschen wir den beiden nochmals alles, alles Gute für den gemeinsamen Lebensweg“, so Schriftführerin Marion Neuner in ihrem Jahresbericht.
Anfang November wurde es „coronatechnisch“ schon wieder sehr heiß, die Zahlen stiegen im ganzen Land, die Regierung hat die 2G-Regelung eingeführt und die Cäciliamesse konnte trotz dieser neuen Maßnahmen Gott sei Dank noch kurz vor dem Lockdown stattfinden. Danach war dann wieder Schluss mit Singen. Auch die Sänger mussten in den österreichweiten vierten Lockdown und dann übergangslos in die Winterpause. Somit hat der Chor die Ende November geplante Jahreshauptversammlung inkl. Neuwahlen in das neue Jahr verschoben und hofft, dass man diese im Jänner oder spätestens Februar 2022 abhalten kann.
„Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen Sängerinnen und Sängern, Theaterspielerinnen und Theaterspielern, besonders bei unserem Chorleiter Julian Egger und unserem Obmann Robert Wackerle herzlich bedanken“, so Neuner. „Nicht zuletzt ein herzliches Vergelt’s Gott an die Gemeinde Leutasch und die vielen Sponsoren und Gönner unseres Vereins für die Unterstützung.
Wir wünschen allen Leutascherinnen und Leutaschern ein schönes und friedliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. In der Hoffnung, dass der „normale“ Alltag sich doch in naher Zukunft wieder einstellen wird.“

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