Start Allgemein „In gemeinsame Zukunft schauen!“

„In gemeinsame Zukunft schauen!“

„Die Gemeinde macht in Folge der Corona-Krise gerade eine schwere Zeit durch. Da heißt es, das Erreichte aufrechtzuerhalten und durchzutauchen. In ein, zwei Jahren wird sich die Tourismuswirtschaft erholen und es wird auch in der Gemeinde wieder Geld für Investitionen zur Verfügung stehen“, so Listenerster GR Hannes Norz.
Mit ihm und GR Andrea Neuner (4. Listenplatz) haben wir aus aktuellem Anlass das folgende Interview geführt…
PZ: Warum tretet ihr erneut bei den Gemeinderatswahlen an?
A. Neuner: Ich habe eigentlich vielen gesagt, dass ich nach dieser Periode nicht mehr weitermache. Hannes und Werner haben mich jedoch motiviert, und wir haben ein sehr starkes Team gefunden, mit dem ich gemeinsam noch einmal viel erreichen will. Gemeinsam mit GR Christina Norz möchte ich, so es der Wählerwille zulässt, mehrere Ausschüsse führen.
H. Norz: In den letzten 18 Jahren haben wir mit Bgm. Werner Frießer sehr viel bewegt. Neben den zahlreichen Infrastrukturbauten entstand ein nordisches Kompetenzzentrum und der Triple-Weltcup, der Seefelds Image in der Welt derart gepusht hat, dass die Journalisten bei Fernsehübertragungen nicht mehr erklären müssen, wo Seefeld liegt. Schließlich haben wir eine der besten Weltmeisterschaften überhaupt durchgeführt. Da die Gemeinde momentan mit den Folgen der Corona-Pandemie kämpft, habe ich mir vorgenommen, das Erreichte – insbesondere die Sprungschanzen, das Olympiabad und die Rosshütte – zu erhalten und nach einer Konsolidierungsphase wieder für Seefeld durchzustarten.
PZ: Warum bist du nicht für das Bürgermeisteramt angetreten?
H. Norz: Mein Opa war bereits Bürgermeister, aber die Aufgabenstellungen waren damals völlig andere. Außerdem habe ich zwei Betriebe und bin daher sehr stark ausgelastet. Im Übrigen braucht Seefeld einen Bürgermeister, an den inzwischen sehr hohe Anforderungen gestellt werden. Er muss Seefeld repräsentieren und mit allen Menschen gut umgehen können, und er muss auch juristisch sehr gut aufgestellt sein. PZ: Was sind eure Begehren?
A. Neuner: „Ich bin Mitglied in vielen Seefelder Vereinen, bekleide dort einige Funktionen und konnte so sehr viel für die Vereine erreichen. Daher ist mir die Konstituierung des Vereinsausschusses eine Herzenssache. Unsere Vereine sind für den Ort sehr wichtig. Ein plateauweiter Veranstaltungskalender wäre praktisch, um Terminkollisionen zu vermeiden. Das Ehrenamt muss gestärkt werden. Im Jugend-, Sozial- und Bildungsausschuss möchten wir den Hort, den Kindergarten, die Schulen und die Seniorenresidenz regelmäßig besuchen, damit diese ihre Anliegen leichter an den Gemeinderat herantragen können. In Seefeld gibt es viele, die Hilfe benötigen. Für sie soll ein Netzwerk entstehen.
H. Norz: Zur Zeit gibt es Gegenwind gegen das nordische Zentrum, die Golfakademie und den Weltcup, wenn es um das Finanzielle geht. Ich versuche zu erhalten, was wir geschaffen haben. Kein Gemeindebetrieb darf zugesperrt werden.
PZ: Gerade dort wirft Euch die Opposition finanzielles Versagen vor?
H. Norz: Auf Verlangen der Opposition, das Sport- und Kongresszentrum zu entpolitisieren, wurde ein Geschäftsführer angestellt, der rund ein Sechstel der Gesamteinnahmen verdient. Obwohl das Schwimmbad pandemiebedingt eine schwierige Zeit hinter sich hat, soll diese Position jetzt bereits wieder nachbesetzt werden.
A. Neuner: 90 Prozent aller Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. Fast alle Investitionen wurden von allen Gemeinderäten mitgetragen.
PZ: Was ist noch wichtig?
A. Neuner: Es entspricht nicht der Wahrheit, dass Werner aufgrund von Vorzugsstimmen wieder in den Gemeinderat einziehen wird. Natürlich unterstützt er uns auch weiterhin mit seinem Fachwissen, seinen Netzwerken und mit seinen Ideen. Da neun langjährige Gemeinderäte in der nächsten Periode nicht mehr im Gemeinderat sein werden, sind wichtige, bisher sehr gut geführte Ausschüsse (wie z.B. der Bau- und Raumordnungsausschuss) so rasch wie möglich neu zu besetzen. Mein Wunsch an den nächsten Gemeinderat ist es, die Vergangenheit jetzt endlich hinter uns zu lassen und miteinander in eine gemeinsame Zukunft zu schauen. Schon jetzt möchten wir uns im Namen der gesamten Liste bei unseren Wählern für Ihr Vertrauen bedanken und freuen uns auch in der nächsten Periode viel für Seefeld bewegen zu dürfen.

Unsere Anliegen
Julia Nairz (2.): „Mir ist wichtig, dass wir uns in Seefeld persönlich kennen und dass Traditionsbetriebe erhalten werden. Ich trete ein für leistbare Siedlungsgründe für Einheimische sowie für eine gute Zusammenarbeit mit dem TVB. Unsere Gäste sollen Seefeld in vollen Zügen genießen können.“
Frank Ritzinger (3.): „Ich würde mich sehr freuen, mit der neuen Herausforderung als Gemeinderat die Zukunft unserer Gemeinde und deren Bürger zu gestalten. Das soziale Engagement der Gemeinde sowie das Dorf- und Vereinsleben liegen mir sehr am Herzen.“
Christina Norz (5.): „In einer Zeit, wo die Menschen immer ‚schneller-höher-weiter‘ hinauswollen, wünsche ich mir für meinen Heimatort eine gesunde Weiterentwicklung, Ge­danken zur Nachhaltigkeit, ein soziales Miteinander & traditionsbewusstes Handeln.“

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