Start Allgemein Ihrenberger startete im Rekordtempo

Ihrenberger startete im Rekordtempo

Die erste Sitzung des Scharnitzer Gemeinderats unter Bgm. Christian Ihrenberger war bestens organisiert. Würde man den Vergleich mit einem Hausbau wählen, gelang die Grundsteinlegung in nur 23 Minuten. Alle Beschlüsse mit Ausnahme der Vizebürgermeisterwahl (Martin Kruselburger erhielt offenbar die Stimmen von „Gemeinsam für Scharnitz“ und „Scharnitz Miteinander“) fielen einstimmig.
Ob das Fundament hält, hängt von der Einbindung der Liste „Für Scharnitz“ ab, die sowohl in der Vizebürgermeisterfrage als auch bei den Ausschussvorsitzenden wenig Berücksichtigung fand. Der Gesprächsbedarf nach der Ära Blaha ist also noch gegeben.
40 Zuseher, darunter fast alle Ersatzgemeinderäte, waren im Gemeindesaal anwesend. Gemeinsam mit dem neuen Ortschef sprachen sie die Gelöbnisformel, um sich dann persönlich per Handschlag für die Gemeinderatsperiode zu empfehlen. „Freund“ Siegfried Gaugg „durchbohrte“ dabei mit strengem Blick den neuen Bürgermeister. Unterstrichen wurde die noch nicht vollkommene Einigkeit durch die Sitzordnung („Für Scharnitz“ saß auf den Plätzen der ehemaligen Opposition. Da Listennahme, Logo und Farbe jenem von „Für Leutasch“ ähneln, könnte man wohl auch in dieser Frage das Leutascher Beispiel kopieren und Abwechslung in die Sitzordnung bringen).
Die Stunde „Null“ war jedenfalls für Bgm. Christian Ihrenberger ein großer Erfolg und ließ Hoffnung aufkeimen, dass dieses Mal der Gemeinderat – wie es die Bevölkerung wünscht – arbeiten und nicht streiten wird. Denn alle Beschlüsse nach der Vizebürgermeisterwahl fielen einstimmig. In den Vorstand wurden neben Gemeindechef und Vizebürgermeister Peter Reinpold, Siegfried Gaugg und Carmen Geiser berufen. Als deren Ersatz fungieren Andreas Lechner, Kathrin Walch, Herbert Bodner, Robert Mair und Peter Leismüller. Bei der Forsttagssatzungskommission vertritt Andreas Lechner künftig Bgm. Ihrenberger.
Auch die fünf Ausschüsse haben bereits Vorsitzende: Für den Überprüfungsausschuss ist Mag. Vanessa Heiss-Hohenauer, für Bau- und Raumordnung Peter Reinpold, für Soziales Kathrin Walch, für Kultur- und Vereinswesen Carmen Geiser und für Wirtschaft und Tourismus Martin Kruselburger verantwortlich. Kruselburger setzte sich bei der Vizebürgermeisterwahl gegen Siegfried Gaugg mit 8:5 Stimmen durch. Der Vize bedankte sich für die Wahl und beteuerte, sich für alle Scharnitzer einsetzen zu wollen.
„Damit die Gemeinderäte aber auch die Bevölkerung leichter planen können, werden wir jeden ersten Donnerstag im Monat eine Gemeinderatssitzung abhalten“, meinte der neue Ortschef unter Tagesordnungspunkt Allfälliges. Er übergab dem Vizebürgermeister sein Kündigungsschreiben als Finanzverwalter („weil ich als Bürgermeister einige Tätigkeiten nicht mehr durchführen darf“) und kündigte die Ausschreibung mehrerer Posten in der Gemeinde an: Unter anderem braucht man auch im Recyclinghof, im Kindergarten und für die Parkraumbewirtschaftung zusätzliches Personal. Gleich im Anschluss legten zwei Ausschüsse (Bau- und Sozialausschuss) einen Blitzstart hin, um die wichtigsten Anliegen der Bürger nicht auf die lange Bank zu schieben.

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